Josi trägt die last: schweiz verpasst wm-titel knapp

Ein bitterer Trost für Roman Josi: Nach dem vierten verlorenen WM-Finale seiner Karriere wurde der Kapitän der Schweizer Eishockeynationalmannschaft zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt. Das 0:1 nach Verlängerung gegen ein stark aufspielendes Team war ein Schock – und lässt Fragen offen, wie es weitergeht.

Die individuelle ehrung tröstet nicht wirklich

Die individuelle ehrung tröstet nicht wirklich

Die Auszeichnung als wertvollster Spieler ist für Josi zwar eine Anerkennung seiner Leistungen, kann aber den Schmerz über die erneut verpasste Medaille kaum lindern. Der NHL-Verteidiger, bekannt für seine Übersicht und sein defensives Können, trug sein Team vorbildlich durch das Turnier, doch am Ende fehlten die entscheidenden Zentimeter, um den Titel zu holen. Eine kleine Genugtuung mag sein, dass er zudem als bester Verteidiger des Turniers ausgezeichnet wurde.

Der Triumph ging an die finnische Auswahl, die sich durch eine starke Teamleistung und individuelle Brillanz auszeichnete. Henri Jokiharju und Aleksander Barkov gehörten ebenso zum All-Star-Team wie Leonardo Genoni, der im Schweizer Tor eine starke Leistung zeigte, und der junge kanadische Stürmer Macklin Celebrini, der mit seinem Spiel die Experten begeisterte. Die Leistung von Sven Andrighetto, der in zehn Spielen vier Tore und elf Vorlagen erzielte, sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Die Zahl spricht für sich: Andrighetto war einer der treibenden Kräfte im Schweizer Angriff.

Henrik Haukeland, der norwegische Torhüter, der sein Team sensationell zu Bronze führte, wurde als bester Torhüter des Turniers geehrt. Seine Paraden waren entscheidend für den Erfolg Norwegens – ein kleiner Triumph für eine Nation, die im Eishockey oft im Schatten der großen Nationen steht. Das Turnier hat gezeigt: Leidenschaft und Kampfgeist können auch gegen vermeintlich übermächtige Gegner viel ausrichten.

Die Enttäuschung im Schweizer Lager ist groß, doch die individuelle Anerkennung für Josi und das Team zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Die WM 2026 wird in Erinnerung bleiben – als Turnier voller Spannung, Überraschungen und bittermöner Tränen.