Jordan 191: michael schumachers debütwagen kommt unter den hammer!
Ein Erdbeben erschüttert den Markt für historische Rennwagen! Der legendäre Jordan 191 von 1991, Chassis Nummer 6, wird zum Verkauf angeboten. Allein das Modell ist schon bemerkenswert, doch die Geschichte, die sich hinter diesem Boliden verbirgt, ist schlichtweg atemberaubend: Er war das erste Formel-1-Auto, das Michael Schumacher überhaupt pilotierte.
Ein vielversprechender start in ungarn
Die Geschichte dieses Chassis begann im August 1991 in Ungarn. Andrea de Cesaris, ein erfahrener Pilot, zeigte im Jordan 191 verborgenes Potenzial. Nach einem Start aus Platz 17 am Hungaroring gelang es ihm durch eine beeindruckende Fahrleistung, gleich zehn Positionen gutzumachen und schließlich als Siebter ins Ziel einzufahren. Dieser Erfolg ließ erahnen, dass Eddie Jordans Team durchaus mithalten konnte.
Doch das eigentliche Highlight sollte erst noch folgen. Nur wenige Wochen später, beim Rennen in Spa-Francorchamps, kam es zu einer unfassbaren Wendung: Der Fahrer Bertrand Gachot wurde aufgrund eines Vorfalls – er hatte einem Taxifahrer mit Tränengas ins Gesicht gesprüht, was in Großbritannien illegal war – inhaftiert. Eddie Jordan stand plötzlich ohne Fahrer da. Die Lösung: Ein junger, gerade 22 Jahre alter Deutscher namens Michael Schumacher, der zu diesem Zeitpunkt noch für Sauber und Mercedes im Weltmeisterschaftslauf aktiv war.
Die Astuteness von Willi Weber war entscheidend, um Schumacher an Land zu ziehen. Der Manager versicherte Eddie Jordan, sein Schützling kenne die Strecke in Spa perfekt – eine Behauptung, die sich als reine Erfindung herausstellte. Dennoch beeindruckte Schumacher bei seinem ersten Ausflug mit einem unbekannten Wagen und übertraf seinen Teamkollegen De Cesaris um ganze sieben Zehntel Sekunden.
Die offiziellen Zeiten und ein Schreiben von Trevor Foster, dem Teamchef zu dieser Zeit, bestätigen eindeutig: Schumacher nutzte dieses Chassis Nummer 6 für die Trainingseinheiten. Die Zeiten, die er erreichte, waren von Beginn an außergewöhnlich.
Der Rennsonntag verlief zwar bittersüß. Schumacher qualifizierte sich mit einem anderen Wagen, dem Chassis Nummer 5, für das Rennen und erreichte den siebten Platz, während De Cesaris mit dem Chassis Nummer 6 den elften Platz belegte. Schumacher musste seinen Wagen frühzeitig wegen eines Kupplungsausfalls absetzen, nachdem er einen hervorragenden Start hingelegt hatte. De Cesaris wiederum zeigte eine seiner besten Leistungen und kämpfte bis drei Runden vor Schluss mit Ayrton Senna um den zweiten Platz, bevor der Motor versagte.

Von belgien bis aston martin
Nach dem Rennen in Belgien diente das Chassis Nummer 6 als Ersatzwagen in Italien, Portugal, Spanien, Japan und Australien. Pilotinnen und Piloten wie Roberto Moreno und Alessandro Zanardi absolvierten damit Trainingseinheiten, um das Team fit zu halten – ein Team, das sich Jahrzehnte später in die heutige Aston Martin Mannschaft verwandeln sollte.
Der Motor liefert beeindruckende 670 PS. Doch Flavio Briatore erkannte Schumachers Talent frühzeitig und lotschte ihn nur sieben Tage nach seinem Debüt zu Benetton. Der Rest ist Geschichte: 91 Siege und sieben Weltmeistertitel folgten.
Der emotionale Wert dieses Jordan 191 erreichte im August 2021 einen neuen Höhepunkt, als Mick Schumacher, Michaels Sohn, das Auto, mit dem sein Vater debütiert hatte, selbst fahren durfte. Auf dem Circuit de Silverstone beschrieb der Sohn des siebenfachen Weltmeisters die Erfahrung als „unglaublich besonders“.
Wer diesen kostbaren Schatz erwerben möchte, muss sich an DK Engineering in Großbritannien wenden. Der Preis wird auf Anfrage genannt, doch angesichts der Tatsache, dass andere Formel-1-Wagen von Michael Schumacher aus seiner Ferrari-Zeit Preise jenseits von 15 Millionen Euro erzielten, ist die Exklusivität dieses Jordan 191 unbestritten.
Ein ähnliches Modell wurde vor einigen Jahren bereits für über 1,25 Millionen Euro verkauft. Der Umstand, dass dieses Chassis Nummer 6 das war, mit dem Schumacher sein Debüt feierte und sein spannender Kampf mit de Cesaris um den Sieg, macht es zu einem wahren Unikat. Die Geschichte dieses Wagens ist mehr als nur Metall und Technik – sie ist ein Stück Formel-1-Geschichte.
