Joey barton rastet im knast aus: rassistische schmähs nach golfschlag-urteil
Knast statt Kick: Joey Barton schlägt wieder zu – diesmal mit Worten, die brennen. Wenige Minuten nachdem ihn der Gerichtsdiener in Liverpools HMP-Prison ablieferte, soll der Ex-Mittelfeldstratege laut Sun muslimische Wärter und Mitinsassen rassistisch beschimpft haben.
Der Vorfall wirft ein raueres Licht auf den 43-Jährigen als jede seiner 39 früheren Roten-Karten. Denn der Platzverweis kam jetzt nicht vom Schiri, sondern vom Richter: keine Kaution, wegen schwerer Körperverletzung im Huyton & Prescot Golf Club am 8. März. Zeugen zufolge schlug Barton dem 51-jährigen Kevin Lynch mit dem Fausthandschuh ins Gesicht. Die Strafe: Untersuchungshaft – und offenbar ein Temperament, das sich in Gewalt umsetzt, sobald die Schlagzahl sinkt.

Warum liverpool ihm jetzt zu gefährlich wird
Die Justiz zuckt mit den Schultern. Sicherheitsbeamte bestätigen intern, dass Barton wegen „rassistischer Äußerungen mit islamfeindlichem Hintergrund“ vorerst isoliert wurde. Die Empörung im Gefängnis ist groß: Liverpools Vollzugsanstalt beherbergt eine hohe Zahl muslimischer Häftlinge, einige mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Ein Insider: „Wenn seine Tirade an die falschen Ohren gerät, kann das blutig enden.“
Folge: Verlegungsdebatte. Wandsworth in London steht auf der Liste – doch dort tobt ein Gangs-Konflikt, der Bartons Ruf als harter Hund schneller erlöschen lässt als seine Karriere. Alternative: ein Hochsicherheitsblock in Northumberland, 300 Kilometer entfernt von seiner Familie. Für einen Mann, der einst Premier-League-Prämien kassierte, ist das die nächste Abstiegsrunde.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 340 Profispiele, 74 Tore, 6 Klubs – und jetzt 0 Freiheitsgrade. Die FA prüft zusätzlich, ob sie ihm das Trainerzertifikat entzieht; die EFL will die Lizenz für Bristol Rovers vorläufig ruhen lassen. Die Karriereleiter wird zur Schlinge.
Doch Barton schweigt. Sein Anwalt ließ durchblicken, man werde „alle Vorwürfe energisch prüfen“. Das klingt nach Verteidigung, riecht aber nach Verzögerungstaktik. Denn neue Anklagepunkte wegen Volksverhetzung sind laut Staatsanwaltschaft „sehr wahrscheinlich“. Kommt ein zweites Verfahren dazu, drohen dem Mittelfeld-Provokateur bis zu fünf weitere Jahre Haft.
Die Ironie: Wer einst auf dem Rasen den Gegner in Rage redete, landet jetzt in einem Käfig, dessen Gitter aus seinen eigenen Worten geschmiedet sind. Die TSV Pelkum Sportwelt verfolgt den Fall – nicht als Klatsch, sondern als Lehrstück darüber, wie Talent ohne Temperament zu Trümmern verkommt. Für Barton bleibt wohl nur noch ein Weg: nach vorne, Zelle für Zelle.
