Joel roca rast in spaniens u21-kader – girona-stürmer springt für verletzten jesús rodríguez ein

Kurz vor dem EM-Quali-Doppel packt David Gordo nach. Der spanische U21-Coach zieht Joel Roca aufs Schlachtfeld, nachdem Jesús Rodríguez am Sonntag gegen Como das Kreuzband riss. Der 20-jährige Girona-Flügelspieler landet heute Nachmittag in Las Rozas und trainiert schon um 17 Uhr mit – nur 72 Stunden vor dem Start in Zypern.

Roca stürmt statt rodríguez

Die mediziner der RFEF telefonierten die ganze Nacht mit Como. Ergebnis: Rodríguez bleibt in Italien, Spanien verliert seinen Topskorer, gewinnt aber Tempo. Roca bringt frische Beine und diese Saison schon sechs Scorerpunkte in der Primera División mit. Kein Ersatz, laut Gordo, sondern „ein Upgrade für unsere Außenbahn“.

Der Zeitplan ist brutal. Am Freitag um 17:00 Uhr (MESZ) rollt im AEK Arena von Lárnaca der Ball gegen Zypern. Vier Tage später empfängt La Roja in Alcalá de Henares den Kosovo-Fussballverband – beide Spiele gelten als 2027er-EM-Feuerprobe. Wer beide Siege holt, steht mit neun Punktenvorzeitig auf Quali-Kurs.

Kader ohne frischzellen-kur

Kader ohne frischzellen-kur

Gordo vertraut weiterhin 23 Akteuren. Torhüter-Trio: Salvi Esquivel (Atlético), Fran González (Real Madrid), Vicent Abril (Valencia). Die Defensive mischt mit Fresneda (Sporting), Álex Jiménez (Bournemouth) und Jon Martín (Real Sociedad) drei Liga-Top-Clubs unter. Im Mittelfeld regiert Barças Youngster Marc Bernal neben Stuttgarts Chema Andrés. Angriff: Pablo García (Betis), Eliezer Mayenda (Sunderland) und nun Joel Roca – Tempo statt Tiki-Taka.

Spanien war 2023 noch im Halbfinale, 2025 will man zurück aufs Podest. Die erste Hürde: Zypern kassierte in der Gruppe bisher nur ein Gegentor – und das war ein Eigentor. Die zweite: Kosovo gewann zuletzt dreimal in Folge. Die Lösung: Gordos Mannschaft muss die Lücken reißen, bevor sie entstehen.

Roca kennt den Druck. „Ich bin kein Retter, ich bin ein Stürmer“, sagte er am Telefon, noch bevor er in den Flieger nach Madrid stieg. Wenn er am Freitag trifft, hat der Girona-Junge seinen Namen innerhalb von 72 Stunden vom Notnagel zum Hoffnungsträger geprägt. Spanien lacht – und Como zahlt die Rechnung.