Jessica pegula leitet reformen im damentennis: kalender, ranking und belastung im fokus

Neuer beirat für veränderungen im damentennis

Die US-Open-Finalistin von 2024, Jessica Pegula, wird eine neue 13-köpfige Kommission leiten, die Vorschläge zur Veränderung des WTA-Kalenders, der Ranking-Punktesysteme und der Teilnahmebedingungen an bestimmten Turnieren erarbeiten soll. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das WTA-Vorsitzende Valerie Camillo am Dienstag an Spielerinnen und Turnieroffizielle verschickte. Seit Jahren beklagen Tennisspielerinnen und -spieler die Länge der Saison und die Kürze der spielfreien Zeit, sowie andere Faktoren, die zu Verletzungen und Erschöpfung beitragen.

Belastung der spielerinnen als hauptproblem

Belastung der spielerinnen als hauptproblem

Valerie Camillo erklärte, dass der Beirat zunächst Bereiche priorisieren werde, in denen die WTA direkten Einfluss auf Veränderungen hat. Gleichzeitig sollen langfristige Möglichkeiten identifiziert werden, die eine breitere Koordination innerhalb des Sports erfordern – insbesondere die Zusammenarbeit mit der ATP und den vier Grand-Slam-Turnieren. Es besteht ein klarer Konsens auf der Tour, dass der aktuelle Kalender für die Spielerinnen angesichts des physischen, beruflichen und persönlichen Drucks nicht nachhaltig ist.

Pegulas rolle und erfahrung

Pegulas rolle und erfahrung

Die 31-jährige Amerikanerin Jessica Pegula, derzeit auf Platz 5 der Weltrangliste, bringt eine einzigartige Perspektive als Top-Spielerin mit und genießt hohes Ansehen für ihren bedachten und kollaborativen Ansatz. „Es ist einer der härtesten Sportarten“, sagte Pegula bereits im vergangenen Jahr, „wenn man die körperliche Anstrengung, den Zeitplan, die Einsamkeit, die mentale Belastung und die Schwierigkeit, Woche für Woche alleine anzutreten, kombiniert.“

Rückzüge und warnsignale

Rückzüge und warnsignale

Die Belastung der Spielerinnen wird durch aktuelle Rückzüge verdeutlicht. So zogen Aryna Sabalenka (Nr. 1 der Weltrangliste) und Iga Swiatek (Nr. 2) sich kurzfristig vom WTA-Event in Dubai zurück. Sabalenka hatte bereits vor den Australian Open angekündigt, einige Turniere auszulassen, um ihren Körper zu schonen. Sie bezeichnete die Saison als „definitiv verrückt“.

Zusammensetzung des reform-beirats

Neben Jessica Pegula gehören zum Beirat aktive Spielerinnen wie Victoria Azarenka (Belarus), Maria Sakkari (Griechenland) und Katie Volynets (USA). Weitere Mitglieder sind WTA-CEO Portia Archer, drei weitere WTA-Funktionäre, Anja Vreg (Agentin und ehemalige Schiedsrichterin), Bob Moran (Turnierveranstalter), Laura Ceccarelli (Vertreterin der Asien-Pazifik-Region) und Alastair Garland (WTA-Vorstandsmitglied).

Zeitnahe ergebnisse und offener dialog

Valerie Camillo betonte, dass die WTA nicht auf eine gemeinsame Lösung mit der ATP und den Grand Slams warten möchte, sondern zeitnah und fokussiert Verbesserungen erzielen will. „Wir gehen mit offenem Geist und im offenen Dialog in die Diskussionen“, erklärte sie. Ziel sei es, nicht sofort die gesamte Welt zu lösen, sondern einen unmittelbaren positiven Einfluss zu nehmen.

Erwartungen für 2027

Der Beirat wird der WTA-Geschäftsführung Empfehlungen vorlegen, und es wird darauf hingearbeitet, eine überarbeitete Struktur bis 2027 zu verabschieden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Reformen die dringend benötigte Entlastung für die Profi-Tennisspielerinnen bringen werden.