Jena vor zwickau: uluc steht vor dem aus – pokalfinale wird abschied

Der Countdown läuft. Noch 45 Tage, dann ist Volkan Uluc vermutlich Geschichte beim FC Carl Zeiss Jena. Während die Mannschaft sich auf das Nachholspiel gegen Zwickau einstellt, kursiert hinter den Kulissen das Aus für den Trainer – und das, obwohl der Vertrag eigentlich bis 2027 läuft.

Warum der pokalfinale-auftritt zum schlussstrich wird

Der 56-Jährige soll laut BILD-Informationen nach dem Landespokal-Finale am 23. Mai gegen ZFC Meuselwitz freigestellt werden. Grund: Uneinigkeit über den künftigen Kurs. Uluc will jetzt angreifen, die Liga-Spitze fordert einen sanften Etat-Anstieg mit viel Eigenbauspielern. Ein Zwist, der den Klub lähmt.

Die Zahlen sprechen für sich: Jena liegt als Dritter zehn Punkte hinter Spitzenreiter Lok Leipzig. Noch ist die direkte Rückkehr in die dritte Liga möglich – aber nur, wenn die Truppe heute gegen Zwickau nachlegt. Die Unruhe kommt zum worstmöglichen Zeitpunkt.

Uluc’ zweiter act endet vorzeitig

Uluc’ zweiter act endet vorzeitig

Bereits von Dezember 2014 bis Juni 2016 saß der Coach auf der Jenaer Bank, betreute 57 Pflichtspiele. Sein Comeback im März 2025 schien die Rettung nach der Bürger-Ära. Nun droht erneut ein vorzeitiger Abgang. Kein Wunder, dass sich die Spieler auf Anfrage nur verhalten äußern. „Wir konzentrieren uns auf das Spiel“, sagt Kapitän Robert Zickert knapp.

Der Verein selbst dementiert nicht, schweigt aber. Offiziell heißt es, man führe „vertrauensvolle Gespräche über den 30. Juni hinaus“. Inoffiziell ist die Entscheidung längst gefallen. Uluc wird das Finale bestreiten – und dann gehen.

Für Jena-Fans bleibt die Erinnerung an ein halbes Jahr voller Emotionen: Der 1:0-Sieg in Luckenwalde, das dramatische Pokal-Halbfinal-Duell gegen Rot-Weiß Erfurt, die Hoffnung auf Wiederaufstieg. Am Ende steht ein Abschied, der niemanden kaltlässt.

Uluc selbst schickt vor der Partie gegen Zwickau nur eine Botschaft: „Wir wollen drei Punkte. Alles andere klärt sich danach.“ Wenn das Spiel pfeift, könnte die Lichtstadt schon einen Fuß in der dritten Liga haben – oder den Trainer verlieren. Beides ist möglich. Beides ist Jena 2026.