Jeanmonnot greift zum skalpell: biathlon-star operiert sich am auge!
Ein Schock für den Biathlon-Sport: Nur wenige Wochen nach ihrer triumphalen Saison, in der sie die Kristallkugel gewann und bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina vier Medaillen holte, muss Lou Jeanmonnot (27) nun eine ungewöhnliche Maßnahme in Kauf nehmen. Die Französin hat sich einer Augenoperation unterzogen, um ihre Sehkraft zu verbessern und den Grundstein für weitere Erfolge zu legen.

Die belastung wurde zu groß
Die Entscheidung für den Eingriff kam nicht über Nacht. Jeanmonnot hatte seit einiger Zeit mit Sehproblemen zu kämpfen, die sich im Laufe der Saison zunehmend verschlimmerten. Besonders deutlich wurden die Schwierigkeiten beim Weltcup-Finale in Oslo im März, wo sie öffentlich über ihre Herausforderungen sprach. „Ich schaue jetzt schon darauf, was ich für den kommenden Winter verbessern kann – sei es mein Gewehr oder meine Sehkraft“, erklärte sie damals. Die Kontaktlinsen, die sie bisher trug, schienen nicht mehr ausreichend zu helfen, und die 27-Jährige gestand, sich mit der Situation „immer weniger wohl“ zu fühlen.
Die Operation, die in ihrer Heimatregion Doubs durchgeführt wurde, ist ein mutiger Schritt, der jedoch von ihrem Team und ihren Ärzten unterstützt wird. „Das ist schon etwas beunruhigend, da es sich dabei schließlich auch um mein Arbeitsinstrument handelt“, gab Jeanmonnot zu, offenbarte aber gleichzeitig ihre Entschlossenheit, alles zu tun, um ihre Leistung zu optimieren. Die ersten Berichte deuten auf einen erfolgreichen Eingriff hin, was die Hoffnung auf eine rasche Rückkehr ins Training beflügelt.
Die Nachricht sorgt in Frankreich für große Erwartungen. Jeanmonnot hat sich zu einer der prägenden Figuren des Biathlons entwickelt. Ihr kontinuierlicher Aufstieg seit dem Weltcup-Debüt 2021 hat sie zu einer permanenten Favoritin in nahezu jedem Rennen gemacht. Die Frage ist nun, ob die Augen-OP den entscheidenden Vorteil verschaffen wird, um ihre Erfolgssträhne fortzusetzen. Die Sommervorbereitung beginnt bereits in Kürze mit dem ersten Trainingslager in Prémanon, und Jeanmonnot wird aller Voraussicht nach dabei sein, um ihre Rückkehr anzukündigen.
Doch es gibt auch Schattenseiten im Biathlon-Kosmos. Parallel zu Jeanmonnots Operation sorgt ein heftiger Streit innerhalb der norwegischen Nationalmannschaft für Schlagzeilen. Der Rauswurf von Strømsheim und Sørum hat zu scharfen Kritikrufen geführt, und die Situation droht, die gesamte Mannschaft zu destabilisieren. Und dann der doppelte Sponsoren-Schock im Skisprung: Weltmeister Dawid Kubacki spricht offen über einen möglichen Rücktritt, nachdem er einen wichtigen Sponsor verloren hat. Die sportliche Welt ist in Bewegung, und Jeanmonnots mutige Entscheidung könnte der Auftakt zu einer Reihe von Veränderungen sein.
Die Französin hat mit ihrer offenen Kommunikation und ihrem unbedingten Willen zum Erfolg eine ganze Generation von Biathleten inspiriert. Ihre Augen-Operation ist ein Beweis dafür, dass auch die größten Stars bereit sind, Risiken einzugehen, um ihre Ziele zu erreichen. Die Kristallkugel und die olympischen Medaillen sind erst der Anfang. Lou Jeanmonnot hat noch lange nicht genug.
