Jashari: milan-millionen-fehlkauf? juve-interesse hält die tür offen
Mailand bebt leise: Ardon Jashari, der 23-jährige Schweizer Mittelfeldspieler, scheint in der lombardischen Hauptstadt zu scheitern. Ein Transfer, der einst Hoffnungen weckte und 34 Millionen Euro plus Boni in die Waagschale warf, droht sich als kostspieliger Fehlkauf zu entpuppen. Doch während die Rossoneri-Fans enttäuscht sind, wittern andere Klubs ihre Chance – allen voran Juventus Turin.

Spalletti ins auge gefasst: jashari als locatelli-nachfolger?
Die Gerüchte sind da, und sie sind brisant: Juventus Turin, unter der Leitung von Paolo Spalletti, soll ernsthaftes Interesse an Jasharis Verpflichtung haben. Der italienische Meister sieht in dem jungen Schweizer eine ideale Besetzung für die Rolle des Spielgestalters, eine Position, die er seit Locatellis Abgang sucht. Ein Wechsel zur Continassa würde Jashari die Chance bieten, sein Potential endlich auszuspielen – und Milan einen teuren Fehler zu korrigieren.
Doch warum läuft es in Mailand nicht wie erhofft? Die Antwort ist komplex und vielschichtig. Sicherlich spielte die Verletzung eine Rolle – die Fraktur des Schienbeins ließ Jashari eine entscheidende Phase der Vorbereitung verpassen und zwang ihn zu einem holprigen Neustart. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte.
Allegri, der Trainer, scheint Jashari vorrangig als Modrics Backup zu sehen, eine Rolle, die dem jungen Schweizer kaum Spielzeit einbringt. Und selbst wenn er mal ins Mittelfeld durfte, fand er sich dort in einem erbitterten Konkurrenzkampf wieder. Rabiot auf der linken Seite, Fofana, Loftus-Cheek und Ricci auf der rechten – die Konkurrenz war schlichtweg zu groß. Dabei zeigte Jashari immer wieder sein Engagement und seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sein Verhalten während der hitzigen Verhandlungen mit Brügge im vergangenen Sommer, als er sich quasi selbst aus dem Kader der Belgier befreite, um nach Mailand zu kommen, zeugt von einem außergewöhnlichen Willen.
Die Statistiken sind unbarmherzig: 658 Minuten in 13 Spielen, siebenmal in der Startelf, kein Tor und lediglich ein Assist für Leao gegen Como. Zahlen, die angesichts der Investition in einen jungen Spieler mit diesem Potential enttäuschen.
Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wie reagiert Milan auf das Juve-Interesse? Werden sie Jashari ziehen lassen, um einen Teil der Investition zurückzugewinnen? Oder setzen sie weiterhin auf den jungen Schweizer, in der Hoffnung, dass er sich unter Spalletti doch noch zu einem Leistungsträger entwickelt? Die Antwort wird entscheidend sein für die Zukunft von Ardon Jashari und für die Transferstrategie des AC Mailand.
