Japanerinnen lassen deutschem skispringen die show klauen – reicht nur platz acht

Agnes Reisch schafft es wieder nicht. Statt Jubel gibt es das alte Leid: Die Allgäuerin wird Achte in Oslo, die deutschen Skispringerinnen weiter ohne Podest seit Mitte Januar.

Die Zahl nagt: elf Weltcupsiege haben die DSV-Damen nicht geholt. Die letzte Medaille datiert von 19. Januar. Seither folgt Pleite auf Pleite – und Olympia war nur die Spitze des Eisbergs.

Japanischer doppelschlag am holmenkollen

Japanischer doppelschlag am holmenkollen

Yuki Ito (127,0 und 126,5 m) setzt sich mit 225,6 Punkten vor Teamkollegin Nozomi Maruyama (225,1) durch. Die Norwegerin Anna Odine Ström wird Dritte – und die deutsche Hoffnung schaut wieder zu.

Juliane Seyfarth, Katharina Schmid und Selina Freitag rutschen auf die Ränge 12 bis 14. Schmid, die nach dem Debakel in Lahti ihren Abschied angekündigt hat, kann sich immerhin über „einen Schritt nach vorn“ freuen – mehr bleibt nicht übrig.

Nika Prevc, am Samstag noch siegreich, muss sich diesmal mit Rang sechs begnügen. Für Deutschland zählt nur ein Satz: Weiter ohne Podest, weiter ohne Plan.

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen – und mit ihr der Geduldsfaden der Fans. Wer kann die deutschen Sprünge noch retten? Die Antwort bleibt im Nebel von Oslo hängen.