Japan stiehlt oranje den sieg in der 89. – wm-favorit zittert
Dallas – 89. Minute, Spielstand 2:1 für die Niederlande, die Uhr tickt. Ein einziger Kopfball von Koki Ogawa, abgefälscht von Daichi Kamada, verpufft die Oranje-Euphorie. Japan entführt einen Punkt, die Elftal muss sich fragen, wie sie eine Führung noch einmal verschenken konnte.
Van dijk trifft, japan antwortet – ein schlagabtausch in texas
Ronald Koeman hatte nach 45 schlaflosen Minuten die richtigen Worte gefunden. Sein Team kam zurück und drückte Japan tief in die eigene Hälfte. Die Belohnung: Virgil van Dijk, komplett blank im Fünfer, nickt Ryan Gravenberchs Flanke zur Führung. Fünf Minuten später zappelt der Ball schon wieder im Netz von Bart Verbruggen – Keito Nakamura knallt Takefusa Kubos Hereingabe unhaltbar unter die Latte.
Der Rhythmus war gefunden. Gravenberch, von Bayern links liegen gelassen, lieferte seine zweite Vorlage. Crysencio Summerville zog innen, schlenzte links – 2:1. Alles schien gelaufen, bis Ogawa in der 89. einen Standard durch den Fünfer schmeisst und Kamada die Kontrolle verliert. Verbruggen stand zu weit vor, van Dijk kam einen Meter zu spät – 2:2.

Die statistik lügt nicht: niederlande wirft 21 torschüsse raus, japan trifft zweimal aus fünf
Die Zahlen sind hart: 21:5 Abschlüsse, 65 Prozent Ballbesitz, 11 Ecken für Oranje. Doch nur drei dieser Torschüsse trafen das Tor. Japan dagegen nutzte jede Lücke – und zwei davon reichten. Das ist keine Glücksforschung, sondern kalte Effizienz.
Für die Elftal wird es jetzt ernst. Am Samstag um 19 Uhr geht es gegen Schweden, die nach ihrem Auftaktsieg gegen Tunesien schon auf Kurs Achtelfinale sind. Japan reist einen Tag später nach Houston und trifft auf Tunesien. Der Druck vor dem zweiten Spieltag ist plötzlich auf Seiten der Niederlande.
