Japan gegen schweden: remis, aber beide im glück!

Ein Fußballspiel, das kaum mehr als ein Abtasten war, hat am heutigen Tag für Aufsehen gesorgt. Japan und Schweden trennten sich mit einem müden 1:1, doch für beide Teams bedeutet das: Die K.o.-Runde ist so gut wie sicher. Ein Ergebnis, das den Fußballgöttern geschuldet scheint, nicht dem sportlichen Glanz.

Die ersten 45 minuten: ein kampf um die fehlervermeidung

Die Anfangsphase war geprägt von Nervosität und einer ungewöhnlichen Vorsicht. Statt spielerischer Lösungen wurden hier vor allem lange Bälle gespielt, die selten ihr Ziel fanden. Viktor Gyökeres, Schwedens Hoffnungsträger, wirkte dabei wie ein Fremdkörper, denn die Bälle landeten selten bei ihm. Die Japaner agierten ebenfalls abwartend, versuchten mit präzisen Pässen das Spiel zu kontrollieren, aber es fehlte die nötige Durchschlagskraft. Die Passquoten waren zwar überdurchschnittlich, doch die Kreativität in der Offensive ließ zu wünschen übrig.

Es war ein Spiel, in dem die Abwehrreihen dominierten, während die Stürmer vor allem damit beschäftigt waren, sich über die mangelnde Unterstützung ihrer Mitspieler zu ärgern. Bis zur Pause kam es daher zu keiner nennenswerten Torchance, ein Spiegelbild der taktischen Ausrichtung beider Teams.

Das zweite durchgangsspiel: kurzer aufblitz und dann wieder alibi-fußball

Das zweite durchgangsspiel: kurzer aufblitz und dann wieder alibi-fußball

Nach der Pause schien Japan kurz aufzuwachen. Ao Tanaka scheiterte jedoch am glänzend aufgelegten schwedischen Keeper Zetterström. Doch dann kam der Moment, der das Spiel kurzzeitig belebte: Daizen Maeda traf nach einem schnellen Konter zum 1:0. Die schwedische Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn Anthony Elanga glich nur wenige Minuten später mit einem präzisen Schuss aus. Was folgte, war ein erneuter Einbruch in die Passivität.

Die letzten Minuten waren geprägt von einem Kampf um die Nullnummer, die beide Teams scheinbar akzeptiert hatten. Ein Schuss von Isak landete an der Latte, ein weiterer Versuch wurde von Suzuki pariert. Am Ende blieb es beim 1:1, einem Resultat, das beide Teams ins K.o.-Rundenrennen katapultiert.

Es bleibt die Frage, ob dieses Spiel überhaupt den Zuschauerunterhaltungswert eines WM-Spiels besitzt. Die Antwort ist ehrlich gesagt: Nein. Aber die K.o.-Runde winkt, und das ist im Fußball manchmal mehr wert als ein brillantes Spiel.