Niederlande stolpern, aber erreichen k.o.-runde – koeman warnt vor arroganz!
Kansas City – Die Niederlande sind als Gruppenerster in die K.o.-Phase der WM eingezogen, doch der Sieg gegen Tunesien schmeckt bitter. Ein 3:1 (2:0) mag gut aussehen, aber Bondscoach Ronald Koeman ließ seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Ruhe. Zu viele Fehler, zu wenig Konzentration – das sind die Stichworte, die im niederländischen Lager nun Alarm schlagen.
Marokko-duell: keine leichte aufgabe
Die Elftal vermied dank des Gruppensiegs ein frühes Duell mit Brasilien, doch das anstehende Spiel gegen Marokko wird alles andere als ein Selbstläufer. Die Mannschaft von Walid Regragui zeigte in der Gruppenphase ebenfalls beeindruckende Leistungen und gilt als ernstzunehmender Gegner. Koeman mahnte daher: „In der nächsten Runde brauchst du diese Lässigkeit nicht, vor allem gegen stärkere Gegner. Das kann dich den Kopf kosten. Und das wollen wir vermeiden.“
Die AD Zeitung brachte die Stimmung in Kansas City auf den Punkt: „Die Niederlande waren im Halbschlaf.“ Und in der Sache hat sie recht. Zwar trafen Brobbey und Co. zehnmal ins Netz, aber auch vier Gegentreffer zeugen von einer fehlenden Abstimmung in der Defensive. Vier Gegentreffer in drei Spielen – das ist zu viel für eine Mannschaft, die ernsthaft den WM-Titel anstrebt.

Van dijk blickt nach vorne: „große spiele, genau dafür sind wir hier“
Kapitän Virgil van Dijk echauffierte sich nicht über die Kritik, sondern blickte konzentriert auf die nächste Aufgabe. „Jetzt kommt Marokko – wieder ein Gegner, der vielleicht tief steht, aber auch viel Qualität hat“, so der Verteidiger von Liverpool. „Wir müssen uns gut darauf vorbereiten. Es sind noch ein paar Tage Zeit, wir freuen uns drauf. Große Spiele, genau dafür ist man hier.“
Ein mögliches Achtelfinalduell gegen Kanada oder Südafrika würde sich aufdrängen, sollte Marokko ausgeschaltet. Im Viertelfinale könnte dann sogar der amtierende Weltmeister Deutschland warten. Die Auslosung ist gnadenlos, aber die Niederländer scheinen bereit für die Herausforderung. Ob sie die Lehren aus dem Spiel gegen Tunesien ziehen können, wird sich zeigen.
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