Jacob elordi baut sich seinen körper neu – frankenstein-diät wird zum oscar-kandidaten

27 Kilo in sechs Monaten. Dann wieder nur Wasser und Hühnerbrust. Jacob Elordi verwandelt sich für Guillermo del Toros Frankenstein in eine Kreatur, die so stark wirkt, als wäre sie zweimal geboren – und treibt damit die Academy in Wallung.

Die methode elordi: essen als drehbuch

„Ich musste einen Körper erfinden, der noch nie existierte“, sagt der Australier im Interview mit der Gazzetta Active. Sein Startgewicht: 92 Kilo. Sein Ziel: 119. Kein Cheat Day, kein Zucker, kein Alkohol. Dafür sieben Mahlzeiten am Tag, 4 000 Kalorien, drei Personal Trainer. Die Waage wurde zur Storyline.

Doch die Kehrseite bleibt unsichtbar. Zwischen den Takes knabbert Elordi an Karotten, während seine Kollegen Pizza bestellen. „Du sitzt da, schaust zu, und dein Körper denkt an nichts anderes als Fett“, berichtet er. Die Posture-Methode: Je mehr Protein, desto breiter die Schulterpartie – und desto zerbrechlicher wirkt der Blick hinter der Kontaktlinie.

Hamburger, bier, oscar – die freiheit danach

Hamburger, bier, oscar – die freiheit danach

Sobald die Klappe fallen, fliegt das Regelwerk. Elordi leiht sich Bourdains Mantra: „Eat first, ask later.“ Drei Tage nach dem letzten Take bestellt er doppelte Cheeseburger, trinkt Melbourne Lager mit der Crew, postet ein Foto – und löst eine Debatte über gesunde Vorbilder aus. Die Antwort des Schauspielers: „Mein Job ist nicht gesund. Er ist echt.“

Die Zahlen sprechen für sich: 14 % Körperfett vor der Rolle, 6 % während des Drehs, wieder 12 % bei der Premiere in Venedig. Oscargewinner del Toro nennt es „method eating“ – eine neue Schule der Verwandlung, die nicht mehr nur Masken und Make-up bedient, sondern Muskeln und Metabolismus.

Für Elordi endet der Marathon mit einem Satz, der kalter klingt als jeder Winter in Toronto: „Wenn du glaubst, du hättest genug gegessen, iss noch ein Steak.“ Die Academy wird im März 2026 entscheiden, ob das reicht. Sollte er nominiert werden, steht sein Körper bereits auf dem roten Teppich – und die Burger-Restaurants von Los Angeles wissen, wo sie danach die Rechnung schicken.