Jackson-poker: bayern macht zugabe, juve macht ernst!

München bangt, Turin hofft: Der Abschied von Nicolas Jackson vom FC Bayern scheint besiegelt. Die Kaufoption wird nicht gezogen, und plötzlich tummelt sich ein Bündel internationaler Interessenten um den senegalesischen Stürmer. Doch Juventus Turin macht den Anfang – und zwar mit Nachdruck.

Die 65 millionen euro, die nicht in münchen landen

65 Millionen Euro. So viel hätte der FC Bayern für Jackson an Chelsea zahlen müssen, um ihn fest zu verpflichten. Eine Summe, die angesichts seiner lediglich zehn Saisontore in 30 Einsätzen nun als zu hoch erscheint. Die Bedingung für die automatische Auslösung der Kaufoption – 40 Startelf-Einsätze – wurde ebenfalls nicht erfüllt. Eine Entscheidung, die die Tür für andere Vereine weit öffnet.

Lo que nadie cuenta es, dass der frühere Bundestrainer Julian Nagelsmann, der Jackson noch in München begehrte, nun bei Leipzig eine neue Chance hat, den jungen Angreifer zu sichten. Aber Juventus Turin scheint die Nase vorn zu haben. Die Verantwortlichen in Turin sollen Jackson bereits seit längerem im Blick haben. Seine Schnelligkeit und sein Torinstinkt beeindrucken, auch wenn die Quote nicht herausragend ist.

Juventus

Juventus' plan: vlahovic verdrängen

Der Plan der alten Dame ist klar: Jackson soll Dusan Vlahovic ersetzen. Der Serbe steht vor einem Auslauf seines Vertrags im Sommer und eine Verlängerung scheint ausgeschlossen. Jackson könnte also perfekt in diese Lücke passen. Ein Angebot an Chelsea wird derzeit intern diskutiert, allerdings scheint Juventus vorerst nur eine Leihe in Betracht zu ziehen – ein Modell, das für beide Seiten vorteilhaft wäre.

Neben Juventus Turin gibt es auch andere Vereine, die ihre Fühler ausstrecken. Der AC Mailand, Fenerbahçe, Newcastle United und sogar Al Ahli aus Saudi-Arabien zeigen Interesse. Letztere haben gerade erst mit Matthias Jaissle die asiatische Königsklasse gewonnen, was Jackson eine attraktive Perspektive bieten könnte.

Aber was ist mit Chelsea? Eine Rückkehr zu den Blues ist unwahrscheinlich. Das Verhältnis zwischen Jackson und Chelsea soll angespannt sein, nachdem die Leihe nach München beinahe geplatzt wäre. Die Engländer sehen Jackson wohl eher als Verkaufsoption.

Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bietet Jackson nun die Chance, sich im Senegalesen-Trikot erneut zu präsentieren. 31 Länderspiele und acht Tore sprechen für sich. Gegen Frankreich, Irak und Norwegen in der Gruppenphase kann er seine Qualitäten unter Beweis stellen. Die Chance, sein Marktwert zu steigern und die Aufmerksamkeit der internationalen Top-Klubs weiter zu erhöhen, ist gegeben.

Die Entscheidung liegt nun bei Chelsea und Jackson selbst. Doch eines ist klar: Der junge Stürmer wird im Sommer nicht mehr in München spielen. Und Juventus Turin scheint bereit zu sein, die Verhandlungen ernst zu nehmen – mit dem Ziel, einen neuen Star für die Offensive zu verpflichten. Die nächste Saison könnte für Jackson ein entscheidender Wendepunkt in seiner Karriere werden.