Italiens städte lahmgelegt: mega-streik stoppt bahn und bus am 27. märz
Mailand und Neapel stehen still. Am Freitag, dem 27. März 2026, legen die Beschäftigten von ATM und EAV die Arbeit nieder – und mit ihnen U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse und Sessellifte. Wer in der Lombardei oder Kampanien unterwegs sein muss, sollte sich auf einen 24-Stunden-Knoten einstellen.
Mailand: vier stunden ohne netz, danach fraglich
Die Gewerkschaft AL Cobas hat den Streik für ganz Mailand ausgerufen. Die ATM bestätigt: Zwischen 8.45 und 15.00 Uhr sowie ab 18.00 Uhr bis Betriebsschluss ist kein garantierter Betrieb zu erwarten. Pendler, die auf die vier Metro-Linien, 140 Straßenbahnen oder 1.300 Busse angewiesen sind, müssen mit kompletten Ausfällen rechnen. Die Gewerkschaft fordert mehr Personal und eine bessere Nachtlinie – die Stadtverwaltung pocht auf „notwendige Sparzwänge“.

Neapel reduziert den protest auf vier stunden – doch die wirkung ist dieselbe
In Neapel und der umliegenden Provinz haben sich Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti, Ugl und Faisa Cisal zusammengetan. Ihre Streikzeit: 19.00 bis 23.00 Uhr. Kurz, aber tödlich für den Feierabendverkehr. Die EAV warnt: Metro-Linien 1 und 6, die Vesuvbahn, die Cumana-Linie sowie alle 15 Bergbahnen stehen still. Wer vom Hafen nach Pompeji will oder auf den Vesuv muss, bleibt literarisch auf dem Trockenen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Mailand fallen täglich 1,4 Millionen Fahrten aus, in Neapel rund 450.000. Die Wirtschaftskammern beider Städte rechnen mit Verlusten in Millionenhöhe – vom Einzelhandel bis zur Tourismusbranche.
Stefan Fischer, der diesen Beitrag verfasst, sieht darin ein Signal: „Wenn der öffentliche Nahverkehr kollabiert, steht nicht nur der Verkehr still, sondern auch der pulsierende Herzb zweier italienischer Top-Ligen. Fußballfans, die am Wochenende zu San Siro oder zum Diego-Maradona-Stadion wollen, müssen sich bereits jetzt Alternativrouten suchen – oder eben zuhause bleiben.“
Die nächste Runde Verhandlungen steht am 30. März an. Bis dahin bleibt die Drohung weiterer Streiks in der Luft. Wer in Italien lebt oder reist, sollte sich auf Chaos einstellen – und auf eine Lektion darüber, wie schnell eine Großstadt ohne öffentliche Verkehrsmittel erlahmt.
