Italiens kaffeemaschine schlägt 3000 euro: mlb versteigert den espresso-kult
Die Azzurri tranken sich mit jedem Homerun in die Baseball-Historie – und ihre Lavazza aus dem Dugout wird jetzt für mehr als 3.000 Euro versteigert. Kein Scherz: Wer mitbieten will, findet das Original mit 12 Spielernummern-Aufklebern auf der MLB-Seite, bis 23. März, 20 Uhr Ostküstenzeit.
Ein ritual erobert den classic
2023 schwappte Michele Gerali noch heimlich ein Espresso in der Bullpen, 2026 ist der kleine schwarze Kult. Kapitän Vinnie Pasquantino erklärte die Maschine zum offiziellen Homerun-Preis – zwei Küsse auf die Wange, Armani-Jackett über und los. Zwölf „Tacca“-Sticker kleben inzwischen am Gehäuse, jeder für einen Ball, der die Nähe verließ. Gegner standen, Kamerateams lachten, Twitter explodierte.
Die Nebengeräusche sind milliardenschwer: Starbucks buchte Pasquantino für Instagram-Spots, Lavazza drehte innerhalb von 24 Stunden einen Werbefilm mit Pitchern Quattrini und Scotti. Der Clip wirkt wie aus dem Handgelenk geschossen – und genau das macht ihn authentisch. Die Auktion bringt die Erlöse dem Southwest Autism Research Center zugute, doch für Sammler zählt vor allem der Mythos.

Der preis steigt, der mythos bleibt
3.110 Dollar Stand jetzt, doch das ist nur die Halbzeit. Internationale Fangruppen treiben die Gebote in letzter Sekunde nach oben, denn mit diesem Stück Dugout-Geschichte kauft man sich ein Stück Cooperstown ins Wohnzimmer. Die Maschine ist nicht nur ein Gerät – sie ist Beweis dafür, dass Baseball in Italien längst mehr ist als ein Import.
Die Azzurri schieden in der Vorschlussrunde aus, doch ihr Kaffeekult lebt weiter. Wer bis morgen früh mitbietet, erhält ein Stück Sport-Popkultur, das selbst die Hall of Fame begehrt. Pasquantinos Schlachtruf war einfach: „Erst trinken, dann homern.“ Die Rechnung ging auf – und jetzt zahlen andere die Zeche.
