Italienischer fußball im schiedsrichter-chaos: kalulu-platzverweis entfacht debatte

Wut und empörung nach inter-juventus spiel

Der italienische Fußball erlebt derzeit eine hitzige Debatte um die Qualität der Schiedsrichterleistung. Auslöser ist die umstrittene rote Karte gegen Pierre Kalulu von Juventus Turin im Spiel gegen Inter Mailand am vergangenen Samstag. Die Entscheidung, die zur Niederlage von Juventus (3:2) führte, hat zu heftiger Kritik von Fans, Trainern, Spielern und Vereinsverantwortlichen geführt.

Der strittige vorfall im detail

Der strittige vorfall im detail

In der 42. Minute des Spiels kam es zu einem leichten Kontakt zwischen Kalulu und Alessandro Bastoni. Bastoni ging daraufhin schnell zu Boden, obwohl der Kontakt minimal war. Schiedsrichter Federico La Penna zeigte Kalulu die gelbe Karte, was die zweite für ihn bedeutete und somit die rote Karte zur Folge hatte. Diese Entscheidung entfachte eine Welle der Kritik.

Juventus

Juventus' reaktion: scharfe worte der vereinsführung

Nach dem Spiel äußerten sich Damian Comolli, Geschäftsführer von Juventus, und Giorgio Chiellini, Strategiedirektor, kritisch. Chiellini sprach von einem „Spektakel, das durch diese Entscheidung getrübt wurde“ und bemängelte das Funktionieren des VAR-Protokolls. Er sagte, das System funktioniere nicht und man habe einen „Punkt ohne Wiederkehr“ erreicht.

Social media tobt: kritik an schiedsrichter und bastoni

Die Kritik entlud sich auch in den sozialen Medien. Neben Schiedsrichter La Penna wurde insbesondere Alessandro Bastoni beschuldigt, eine Schwalbe vorgetäuscht zu haben. Der Präsident von Inter Mailand, Giuseppe Marotta, verteidigte jedoch sowohl Inter als auch Bastoni und erinnerte an frühere strittige Schiedsrichterentscheidungen, die Inter geschadet hatten.

Conte und de rossi stimmen in die kritik ein

Auch Antonio Conte, Trainer von Napoli, hat sich in dieser Saison mehrfach kritisch über die Schiedsrichterleistung in Italien geäußert. Er forderte eine Verbesserung sowohl der Schiedsrichter als auch des VAR. Daniele De Rossi, Trainer von Genua, kritisierte die zunehmende Unklarheit bezüglich der Regelauslegung und bezeichnete die zweite gelbe Karte als weniger schwerwiegend als eine direkte rote Karte.

Bedrohungen gegen schiedsrichter la penna

Die Situation eskalierte weiter, als Federico La Penna bei der Polizei Todesdrohungen zur Anzeige brachte, die er in den sozialen Medien erhalten hatte. Die Behörden haben ihm geraten, sich vorerst zurückzuziehen und auf seine Sicherheit zu achten. Berichten zufolge wird La Penna für einen Monat gesperrt.

Die rolle des var und mögliche regeländerungen

Die Debatte dreht sich auch um die Effektivität des VAR. Daniele De Rossi schlug vor, die Regel bezüglich der zweiten gelben Karte zu ändern, da diese weniger gravierend sei als eine direkte rote Karte. Die Diskussion zeigt, dass im italienischen Fußball ein dringender Bedarf an einer Verbesserung der Schiedsrichterleistung und einer klareren Regelauslegung besteht.