Italienischer fußball am boden: kein team mehr in europa!

Ein Schock für den italienischen Fußball: Nach dem Aus von Bologna und Fiorentina sind keine italienischen Teams mehr in den europäischen Wettbewerben vertreten. Das bittere Ende markiert einen Tiefpunkt für eine Liga, die erst vor Kurzem noch glänzte und nun mit fundamentalen Problemen zu kämpfen hat.

Der fall der italienischen dominanz in europa

Noch vor wenigen Jahren schien der italienische Fußball unaufhaltsam. Zwischen 2021 und 2025 feierten die Azzurri den EM-Titel 2021, während die Klubs Erfolge abfeierten – Atalanta gewann die Europa League 2024, Roma die Conference League 2022, Fiorentina erreichte mehrfach das Finale und Inter kam zweimal in der Champions League bis ins Viertelfinale. Die Serie A etablierte sich als widerstandsfähige und taktisch anspruchsvolle Liga. Doch dieser Höhenflug scheint vorbei.

Die jüngsten Ergebnisse sind alarmierend. Das frühe Aus im WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegovina für die Nationalmannschaft spiegelt sich nun in den europäischen Wettbewerben wider. Weniger Siege, weniger Punkte pro Spiel, ein sinkender UEFA-Koeffizient – die Zeichen stehen auf Abstieg. Während in den beiden vorherigen Saisons italienische Teams regelmäßig das Viertelfinale erreichten, ist es nun erstmals seit der Pandemie so weit, dass keine italienische Mannschaft über die Gruppenphase hinauskommt.

Die Erinnerung an 2023, als fünf italienische Klubs die Halbfinals erreichten, wirkt wie ein ferner Traum. Auch 2024 und 2025 gab es noch italienische Vertreter in den Top-Runden, doch nun herrscht gänzliche Stille. Die Premier League und La Liga haben ihren sportlichen und wirtschaftlichen Einfluss weiter ausgebaut, während Italien zunehmend ins Hintertreffen gerät.

Strukturelle probleme und talentabwanderung

Strukturelle probleme und talentabwanderung

Der Niedergang ist kein Zufall. Fehlende Investitionen in Infrastruktur, eine wachsende Kluft zu anderen Ligen und eine mangelhafte Förderung junger Talente sind die Hauptursachen. Gabriele Gravina, der ehemalige Präsident des italienischen Fußballverbands, warnte eindrücklich vor den finanziellen Schwierigkeiten (730 Millionen Euro Verlust jährlich) und dem technischen Rückstand des italienischen Fußballs. Die besten Spieler verlassen das Land auf der Suche nach besseren Strukturen, höheren Gehältern und stabileren Projekten.

Italien formt zwar talentierte Spieler, doch es gelingt nicht, sie zu halten. Die europäische Bühne, die einst ein Schaufenster für den italienischen Fußball war, steht nun leer. Die Frage ist nicht, ob Italien wieder aufholen kann, sondern wie schnell dieser Prozess erfolgen muss, um den Anschluss nicht vollständig zu verlieren. Die Zeit drängt, denn der Wettbewerb schläft nicht.