Italienische frauen wollen wm-ticket: soncin setzt auf mentale stärke
München – Der Druck steigt: Die italienische frauen-Nationalmannschaft steht vor zwei entscheidenden Auswärtsspielen gegen Serbien und Dänemark, bei denen sie die Chance auf die WM 2027 in Brasilien wittert. Nationaltrainerin Andrea Soncin betont die mentale Stärke ihrer Spielerinnen und fordert eine deutliche Leistungssteigerung, um den Rückstand auf die Spitze zu verkürzen.
Ein blick zurück und die herausforderung
Nach einer enttäuschenden Qualifikationsphase mit nur einem Punkt aus zwei Spielen ist die Situation klar: Italien muss punkten, wenn es die direkte Qualifikation für die WM erreichen will. Die Konkurrenz in der Gruppe, angeführt von Dänemark und Schweden, ist stark, aber Soncin und ihr Team wollen bis zum letzten Moment kämpfen.
“Das sind zwei unterschiedliche Pfade,” erklärte Soncin bei der Pressekonferenz in Coverciano. “Die Verantwortung sehen wir als Chance, Licht ins Dunkel zu bringen und unseren positiven Weg fortzusetzen. Wir sind voll fokussiert und wollen zeigen, dass wir eine bessere Version von uns selbst sind als in den ersten beiden Spielen.”
Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass dieses Turnier eine historische Bedeutung haben könnte. Sollte Italien sich qualifizieren, wäre es die einzige Mannschaft aus dem Land, die sich für eine Weltmeisterschaft qualifiziert – zumindest bis zum nächsten Versuch der Männer im Jahr 2030.

Intensive vorbereitung und mentale stärke
Die Vorbereitung auf die entscheidenden Spiele war intensiv. Soncin und ihr Staff standen in engem Kontakt mit den Spielerinnen, um deren mentale Stärke zu fördern. “Es war eine sehr dichte Zeit mit allen Spielerinnen. Wir haben intensiven Kontakt gehalten, insbesondere im Hinblick auf den mentalen Aspekt, den dieses Treffen erfordert,” so die Trainerin.
Ein wichtiger Aspekt ist die Kommunikation innerhalb des Teams. “Es gab Anrufe, aber nicht nur, weil wir ständig auf Reisen sind und persönlichen Kontakt zu allen halten. Es gibt die Überzeugung und den Willen, die Diskussion um den ersten Platz in der Gruppe wiederzueröffnen, denn das ist unser Ziel.”

Dank an gravina und blick nach vorn
Die jüngsten Entwicklungen im italienischen Fußball, insbesondere die Rücktritt von Gabriele Gravina als Präsident, werfen einen Schatten auf den Verband. Soncin bedankte sich jedoch für die Chance, die ihr Gravina gegeben hat. “Ich bin dankbar für die Gelegenheit, die mir Gravina gegeben hat. Es wird immer über Verantwortung gesprochen, aber meine ist groß. Wir müssen den dunklen Moment des italienischen Fußballs differenziert betrachten, obwohl wir alle Teil derselben Familie sind.”
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Spiele gegen Serbien und Dänemark. Soncin wird zufrieden sein, wenn sie ihre Mannschaft in die richtige Richtung lenken kann – und wenn die Spielerinnen zeigen, dass sie bereit sind, bis zum letzten Atemzug um das WM-Ticket zu kämpfen. Denn eines ist klar: Nur eine Mannschaft kann sich für die WM qualifizieren, und Italien will diese Mannschaft sein.
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