Italienische frauen wollen wm-ticket: soncin setzt auf mentale stärke

Coverciano – Der Druck ist spürbar, die Luft knistert förmlich. Die italienische frauen-Nationalmannschaft steht vor einer entscheidenden Phase in der WM-Qualifikation und Teamchefin Guendalina Galdi weiß, dass die kommenden Partien gegen Serbien und Dänemark alles anders machen müssen. Nach enttäuschenden ersten Spielen ist die Zeit der Schönrederei vorbei – es gilt, das Ruder herumzureißen und das Ticket für Brasilien 2027 zu buchen.

Die verantwortung als chance begreifen

„Wir nehmen die Verantwortung nicht als Last, sondern als Chance“, erklärte Galdi bei der Pressekonferenz zum aktuellen Lehrgang. „Es ist eine Gelegenheit, unser positives Momentum fortzusetzen und unser Ziel vor Augen zu behalten.“ Die Ausgangslage ist alles andere als ideal: Italien liegt im Gruppe mit Dänemark und Schweden zurück, hat aber noch alle Trümpfe in der Hand. Ein Punkt aus den ersten beiden Spielen – zu wenig, um optimistisch zu sein. Aber: Es ist noch nichts entschieden.

Galdi betonte die intensive Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit mit ihren Spielerinnen. „Es war ein sehr anspruchsvoller Zeitraum. Wir haben intensiv an der mentalen Stärke gearbeitet, denn in diesen Spielen zählt es eben nicht nur um die körperliche Fitness, sondern auch darum, den Kopf richtig einzustellen.“ Die ersten Partien zeigten, dass es in entscheidenden Momenten an der Entschlossenheit fehlte, an der Fähigkeit, Situationen optimal zu nutzen. Das soll sich nun ändern.

Gravinas abschied und der blick nach vorne

Gravinas abschied und der blick nach vorne

Auch die aktuelle Situation im italienischen Fußballverband (FIGC) mit den Rücktritt von Gabriele Gravina darf nicht ignoriert werden. Galdi äußerte sich dankbar für die Chance, die ihr Gravina gegeben hatte. „Ich bin ihm dankbar für die Möglichkeit, diese Mannschaft zu trainieren. Es ist ein schwieriger Moment für den italienischen Fußball, aber wir müssen versuchen, davon unabhängig zu sein und unseren eigenen Weg zu gehen.“

Die kommenden Spiele gegen Serbien und Dänemark sind nicht nur entscheidend für die WM-Qualifikation, sondern auch für die Zukunft des italienischen Frauenfußballs. Andrea Soncin, der Trainer der Männer-Nationalmannschaft, wird die Ergebnisse mit Spannung verfolgen. Die beiden Teams befinden sich zwar auf unterschiedlichen Pfaden, aber der Erfolg der frauen könnte auch den Männern Auftrieb geben.

Galdi sieht die Spiele als Chance,