Italien u20 kassiert vierte niederlage – england entfesselt den sturm in treviso

Treviso – 60 Minuten lang hielt Italien die Fäuste hoch, dann brach die Kurve ein. Die U20-Azzurri verloren gegen England mit 17:37 und rutschen damit tiefer in den Six-Nations-Abstieg. Vier Spiele, vier Niederlagen – die Bilanz brennt.

Die zahl, die alles erklärt: 26 % feldanteil

Italia kam kaum vorwärts, stand fast dauernd unter Beschuss. 26 % Spielanteil im gegnerischen Drittel – das reicht nicht, um eine Mannschaft wie England zu ächten. Die Zahlen sind gnadenlos: 36 % Ballbesitz, zwei verhauchte Conversions von Braga, eine vertane Maul-Chance nach einem angeblichen Wilson-Block. Kleine Fehler, großer Riss.

Die erste Halbzeit war ein Krimi. Celi schlug nach einem Intercept zurück, Braga traf zum 7:0. Italien wirkte kurz wie erwacht, doch Knight nutzte eine passive Abwehr, Keylock stellte auf 10:7 – Pausenpfiff, erste Risse sichtbar.

Englands doppelschlag nach gelb gegen de novellis

Englands doppelschlag nach gelb gegen de novellis

Kurz nach Wiederanpfiff war es soweit: Friday zog durch die Mitte, Keylock verwandelte – 17:7. Italien antwortete mit dem wohl schöneren Try: Pelli und Trevisan jonglierten wie auf dem Bolzplatz, Faissal sprintete an der Rechten entlang, 17:12. Doch Braga vergab erneut. Torhüter, die nicht treffen, kosten Spiele.

Die Gäste schlugen sofort zurück. Kelly riss Brasini aus der Reih, Bianchi kam zu spät, 25:17. Kurz vor dem Ende drehte Ainsworth-Cave auf, Keylock legte nach, Marsh setzte den Schlusspunkt. 37:17 – die Pleite kam nicht von ungefähr.

Italia muss jetzt in Cardiff gewinnen und auf eine irische Unterstützung gegen Schottland hoffen, um den Holzplatz zu vermeiden. Die Realität: Seit Wocen fehlt die Durchschlagskraft im Kontakt, die Line-out-Gewinne versiegen, und die Kicker trudeln. Trainer Quesadas Job steht auf dem Prüfstand.

Die Six-Nations-Trauma-Serie der Azzurrini geht weiter. Wer so wenig Ballbesitz generiert, darf sich über Niederlagen nicht wundern. Die Wende muss in Wales gelingen – sonst wird es ein Frühjahr zum Vergessen.