Italien boykottiert erzurum: moiolis kristallkugel in gefahr

Das italienische Snowboardcross-Team reist nicht nach Erzurum. Die Entscheidung fiel aus Sicherheitsgründen – der türkische Austragungsort liegt gerade einmal 150 Kilometer vom iranischen Grenzgebiet entfernt, und die politische Lage im Nahen Osten lässt derzeit keine ruhige Einschätzung zu. Der Weltcup-Stopp ist für Freitag bis Sonntag angesetzt und wurde vom Internationalen Skiverband bislang nicht abgesagt.

Moioli verliert boden im gesamtklassement

Für Michela Moioli kommt der Verzicht zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die Athletin, die bei den Olympischen Spielen in Milano Cortina 2026 Silber und Bronze gewann, liegt im Gesamtklassement derzeit auf Rang vier – nur 27 Punkte hinter der Führenden, der Britin Charlotte Banks. Punkte, die in Erzurum hätten geholt werden können. Punkte, die jetzt fehlen werden.

Italien steht mit dieser Entscheidung nicht allein. Auch die USA und Kanada verzichten auf den Türkei-Trip. Dass gleich mehrere Snowboard-Nationen denselben Schritt gehen, sagt einiges über die Stimmung im Weltcup-Zirkus – auch wenn der Verband den Wettkampf offiziell aufrechterhalten will.

Der weltcup geht weiter, aber woanders

Der weltcup geht weiter, aber woanders

Nach dem umstrittenen Erzurum-Wochenende folgen zwei Stationen, die deutlich weniger Diskussionsstoff bieten dürften: Montafon in Österreich und Ende des Monats Mt. St. Anne in Kanada. Dort wird Moioli die verlorene Boden wieder gutmachen müssen – falls die Kristallkugel noch in ihrer Reichweite bleiben soll.

Siebenundzwanzig Punkte Rückstand klingen nach wenig. In einem Weltcup, der sich dem Ende nähert, kann das der entscheidende Unterschied sein.