Inter-verteidiger räumt sich selbst ab – bosnien-debakel mit rot und 0:3
Zenica verwandelte sich in ein Minenfeld für Inter. Ein einziger Fehler – und die Nerazzurri liefen 82 Minuten in Unterzahl, kassierten die dritte Niederlage in Folge und schleuderten die Gruppensieg-Träume beinahe ins Koma.
Die 27. sekunde, die alles zertrümmerte
Da war noch kein Taktikfetzen verteilt, da flog Stefan de Vrij bereits vom Platz. Der Niederländer stolperte über eigame Hacken, riss Ermedin Demirović um – Schiedsrichter Irfan Peljto zückt Gelb-Rot. Die Inter-Bank versteifte sich, Bosnien jubelte wie nach einem Finaletor. Was folgte, war ein Kraftakt ohne Perspektive.
Simone Inzaghi schob sofort Yann Aurel Bisseck auf die Rechtsverteidigerposition, rückte Carlos Augusto ins Zentrum – ein Not-Korsett, das nie saß. Die Dreierkette wackelte, die Räume zwischen Frattesi und Darmian verwandelten sich in Autobahnen. Die Folge: Edin Džeko köpft nach einem Konter zum 1:0, Ermedin Demirović schließt einen Doppelpass ab – 2:0. Der dritte Streich folgt per Foulelfmeter, Smail Prevljak verwandelt eiskalt.

Alajbegović zeigt, was inter fehlte
Während die Gäste in 4-4-1-Ausgezehrtheit verharrten, lieferte Alen Alajbegović die Seifenblase, die Inter vermisste. Der 19-jährige Flügelspieler erfindet Dribblings neu, schiebt mit beiden Sohlen, als wäre der Ball an einer Schnur. Drei erfolgreiche Take-ons, zwei Schlüsselpässe – Zahlen, die bei Inter kein Außenbahnspieler erreichte.
Die Statistik liest sich wie ein Horrorbuch: 28 % Ballbesitz, zwei Torschüsse aus dem Spiel, 0,15 xG. Es ist die ärmste Leistung seit der 0:1-Pleite gegen Bayern im Oktober 2022. Und es ist die erste Mal, dass Inter in einem Pflichtspiel dreimal in Folge kassiert – eine kleine Historie der Blamage.
Für die Qualifikation bedeutet das: Serbien kann mit einem Sieg gegen Montenegro vorbeiziehen, Inter muss am letzten Spieltag gegen Litauen gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe hoffen. Die Rechnung ist simpel, die Lage bitter.
