Inter stemmt 80-millionen-deals: frattesi, dumfries & co. auf dem präsentierteller

Milano schläft nicht. Während Oaktree die große Kohle bereitstellt, bastelt die Inter-Führung an einem zweiten Kriegskassen-Fundus. Etwa 80 Millionen Euro könnten allein über Abgänge fließen – und das ohne Messi, Mbappé oder Modrić zu verkaufen. Der Plan ist so kühn wie simple: aus überschüssigen Talenten und Leih-Rückläufern Cash machen, um den nächsten Meister-Coup zu finanzieren.

Frattesi-klausel zieht kreise

Der erste Name auf der Liste ist Davide Frattesi. Nottingham Forest kratzt schon wieder an der Tür, will die vertragliche Ausstiegsklausel knacken. Inter signalisiert: 30 Millionen oder kein Deal. Weniger als 25 plus Boni? Tschüss. Die Ablöse würde sofort in den Kauf eines dynamischen Sechses fließen – Curtis Jones vom FC Liverpool gilt als heißer Kandidat.

Doch Frattesi ist nur der Auftakt. Der Kader quillt über von Spielern, die entweder zurückkommen oder nie richtig ankommen wollten. Kristjan Asllani kehrt vom Leih-Jahr beim Besiktas zurück – türkische Medien schwärmen von einer Kaufoption bei 11 Millionen. Zahlt Besiktas, winken die Nerazzurri einem neuen Sechser zu. Zahlt er nicht, wartet auf Asllani ein Sommer voller Angebote.

Die 20-millionen-juwelen im regal

Die 20-millionen-juwelen im regal

Andy Diouf und Luis Henrique kosteten zusammen über 42 Millionen – und sitzen auf der Ersatzbank. Beide sind 2001er und 2003er mit Hunger auf Spielzeit. Inter weiß: Wenn ein Ligue-1- oder Bundesliga-Klub mit Startelf-Perspektive kommt, sind 35 bis 40 Millionen realistisch. Die interne Rechnung lautet: plus 20, minus 15 für Akanji und Stankovic – Netto-Gewinn.

Die größte Überraschung heißt Carlos Augusto. Sein Vertrag läuft bis 2028, das Gespräch über eine Verlängerung stockt. Premier-League-Scouts haben den Brasilianer längst auf der Liste. 25 Millionen wären machbar – und würden Lukaku-Style die nächste Bombe finanzieren.

Der silberstreif: esposito + pavard = 14 millionen

Der silberstreif: esposito + pavard = 14 millionen

Sebastiano Esposito kehrt nicht. Cagliari löst die automatische Kaufklausel von vier Millionen und schuldet Inter 40 % bei einem Weiterverkauf. Das bedeutet: verkauft Cagliari Esposito für acht Millionen, fließen weitere 1,6 an Mailand. Kleinvieh macht auch Mist.

Benjamin Pavard hingegen ist nach seinem Leih-Intermezzo bei Marseille wieder da – und sofort veräußerlich. 10 bis 12 Millionen sind das Minimum, um den Weltmeister-Verteidiger loszuwerden. Ein Schnäppchen für jeden CL-Klub, der einen erfahrenen Rechtsfuß sucht.

Addiert man die potenziellen Erlöse, kommt Inter locker auf 75 bis 85 Millionen Euro – ohne auch nur einen Stammspieler zu verlieren. Das ist keine Rettungsaktion, sondern kaltes Business. Und es zeigt: Die Meistersaison 2024/25 könnte nicht nur sportlich, sondern auch finanziell die bisher erfolgreichste in der Ära Oaktree werden.