Inter gegen atalanta: nach derby-klatsche droht der nächste knockout
San Siro zittert. Nach dem 1:3 im Derby muss Inter am Samstag (15 Uhr) gegen Atalanta liefern – sonst wird die Meisterfeier zur Schadenfreude der Stadt.
Chivu stellt um: esposito stürmt neben thuram
Coach Cristian Chivu wirbelt seine Startelf durcheinander. Für den gesperrten Lautaro Martínez rückt Francesco Esposito in die Spitze, Marko Arnautovic droht der Platz auf der Bank. Die Viererkette wird zur Dreierkette umfunktioniert, Carlos Augusto rückt als linker Innenverteidiger neben Stefan de Vrij und Francesco Acerbi. Die Botschaft: hinten dichtmachen, vorne mit Nicolo Barella und Denzel Dumfries Konter starten.
Die Zahlen sprechen für Inter: neun Pflichtspielsiege in Serie gegen Atalanta, zuletzt 2:0 in Bergamo. Doch die Serie droht zu reißen. Gian Piero Gasperini ist zwar nicht mehr an der Seitenlinie, sein Nachfolger Roberto Palladino bringt frischen Zorn mit: 6:1-Demo gegen Bayern, dann 0:0 in Udine – die Dea will in Mailand den nächsten Ausrutscher der Nerazzurri ausnutzen.

Palladino setzt auf scamacca und den sprintduo zappacosta
Atalanta spielt ihr 3-4-2-1, Gianluca Scamacca als Target, Mario Pasalic und Marten de Roon als Doppel-Sechs. Die Außenbahnen gehören Davide Zappacosta und Matteo Ruggeri – beide laufen sich in 90 Minuten 11 Kilometer plus. Ihre Flanken landen 47 % direkt im Strafraum, das ist Liga-Topwert. Inter kassierte im Derby 14 Torschüsse aus dem Halbraum – genau dort, wo Zappacosta aufläuft.
Schiedsrichter Gianluca Manganiello aus Pinerolo pfeift zum 17. Mal Inter – Bilanz: neun Siege, fünf Remis, zwei Niederlagen. VAR sitzt Fabio Maresca, der in dieser Saison bereits drei Inter-Tore kassierte nach Video-Check.
Der Druck sitzt. Verliert Inter, wäre das die zweite Heimniederlage innerhalb von sieben Tagen – so etwas gab es zuletzt 2012. Die Kurve um Curva Nord droht zu kochen. Die Spieler wissen: ein weiterer Patzer und die Meister-Party verlegt sich ins nächste Jahr.
DAZN überträgt exklusiv, Anpfiff 15 Uhr. Die Temperatur: 13 Grad, leichter Regen – perfektes Wetter für ein Spitzenspiel, das keinen Sieger verdient, aber einen braucht.
