Inter dreht das spiel in rom: coppa italia-finale perfekt!

Mailand brodelte, und der Giuseppe Meazza wurde erneut zum Schauplatz einer denkwürdigen Nacht. Der Inter, angetrieben von einem alles überragenden Hakan Çalhanoglu, demonstrierte eine beeindruckende Moral und sicherte sich mit einer fulminanten Aufholjagd den Einzug ins Coppa Italia-Finale, das am 13. Mai im Olympiastadion in Rom stattfinden wird. Das Opfer: Der Como Calcio, dessen Führung unter Cesc Fàbregas in der zweiten Halbzeit völlig unterlief.

Como beginnt vielversprechend, inter kämpft sich ins spiel

Die Anfangsphase gehörte klar dem Como. Josep Martínez, der Inter-Torwart, musste bereits früh hellwach sein, um eine gefährliche Situation zu entschärfen. Eine Kopfballchance von Kempf landete nur knapp über dem Tor. Doch der Inter, der zunächst mit dem Rücken zu Mauer stand, fand allmählich ins Spiel. Die Kontrolle über den Ball verlagert sich, und die Angriffe wurden zielgerichteter, wenngleich ohne zwingenden Erfolg. Ein vorsichtiger Schuss von Dimarco war die einzige nennenswerte Aktion der Nerazzurri in der ersten Halbzeit.

Die Führung für den Como ging dann in der 32. Minute auf das Konto von Baturina, der nach einer präzisen Vorlage von Van der Brempt eiskalt zur Stelle war. Thuram hatte kurz darauf die Chance auf den Ausgleich, doch sein Kopfball wurde von Perrone auf der Linie geklärt. Da Cunha verpasste es kurz vor der Pause, die Führung für den Como weiter auszubauen.

Die wende: çalhanoglu schlägt zu

Die wende: çalhanoglu schlägt zu

Die zweite Halbzeit begann für den Inter alles andere als ideal. Nico Paz sorgte mit einem cleveren Zuspiel für Da Cunha für die schnelle 0-2 Führung des Como. Coach Chivu reagierte prompt mit frischen Kräften, doch die Antwort des Inter blieb zunächst aus. Aber es sollte sich ändern. Die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem der Inter immer mehr Druck ausübte.

Der Wendepunkt kam in der 69. Minute: Çalhanoglu, der Mann des Spiels, traf mit einem Schuss, der noch von Diego Carlos abgelenkt wurde, zum 1-2. Das Momentum hatte sich gewendet. Assane Diao vergab kurz darauf eine Großchance für den Como, was sich als fatal erweisen sollte.

Nur wenige Minuten später sorgte Çalhanoglu mit einem präzisen Kopfball für den umjubelten Ausgleichstreffer. Und als wäre das noch nicht genug, fand Çalhanoglu im Strafraum Sucic, der den Ball mustergültig weiterleitete und Çalhanoglu in eine perfekte Schussposition brachte. Der türkische Nationalspieler ließ sich diese Chance nicht nehmen und markierte den 2-2 Ausgleich. Sucic wiederum vollendete in der Schlussphase zum umjubelten 3:2.

Das Como versuchte zwar noch einmal alles, doch die Zeit lief ihnen davon. Ein letzter Schuss von Caqueret landete in den Händen von Martínez, der erneut eine Glanzleistung zeigte. Der Inter steht somit als erster Finalteilnehmer der Coppa Italia fest und kann nun voller Zuversicht auf das Duell gegen den Sieger der zweiten Halbfinalpartie zwischen Lazio und Atalanta hoffen.

Ein Spiel voller Dramatik und Leidenschaft, das den Mailänder Fußballfans noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Aufholjagd des Inter ist ein Beweis für den unbändigen Willen und die taktische Flexibilität des Teams.