Inter: chivu weckt den alten siegeswillen!
Mailand – Nach einem schwachen Hinrundentour und der Enttäuschung mit der Nationalmannschaft scheint Inter Mailand unter Trainer Chivu eine neue Energie zu finden. Der Kampf um den Scudetto ist wieder im Fokus, und das mit einer Entschlossenheit, die an die glorreichen Zeiten des Vereins erinnert.
Thurams aufstieg und calhanoglus rückkehr
Im Schatten von Marcus Thurams Bemühungen, seine zentrale Rolle im Angriff zurückzugewinnen, zeigen die Offensivspieler von Chivu einen bemerkenswerten Willen. Sie wollen demonstrieren, dass die alte Inter noch lange nicht tot ist. Die entscheidende Partie gegen Roma über Ostern war ein deutlicher Beweis dafür, und nun wollen sie diese Leistung beim Auswärtsspiel am Comer See wiederholen – ein Match, das alles entscheidend sein könnte.
Obwohl Thuram weiterhin als wichtiger Anspielpunkt für Lautaro fungiert, scheint auch Hakan Calhanoglu seine frühere Bedeutung zurückzugewinnen. Der türkische Spielmacher, der kurz vor einem Wechsel zum Bosporus stand, wurde auf Chivus ausdrücklichen Wunsch zurückgeholt. Gerüchte über eine Vertragsverlängerung bis 2027 halten sich hartnäckig.
Calha wird versuchen, das Spielgeschehen zu kontrollieren, und möglicherweise auch wieder seine bekannten Distanzschüsse ausprobieren. Im Training bei Appiano zeigte er sich in Topform und arbeitete intensiv an dieser Spezialität. Denzel Dumfries hat sich ebenfalls zurückerobert, nachdem er nach einem viermonatigen Ausfall wieder zu alter Stärke gefunden hat.

Die rückkehr der routiniers und die hoffnung auf den titel
Für viele Spieler wäre ein Scudetto ein besonderes Highlight. Denzel Dumfries, als erfahrener Spieler, würde den Titel besonders schätzen. Doch vor allem für den italienischen Kern des Teams, der kürzlich von der enttäuschenden WM-Nichtqualifikation in Bosnien zurückkehrte, hätte der Titel eine besondere Bedeutung. Er würde die bittere Enttäuschung vergessen machen und den Verein mit Stolz erfüllen.
Der Sieg gegen Roma war für alle eine willkommene Erholung. Nicolò Barella erzielte nach sechs Monaten endlich wieder ein Tor, Dimarco zeigte eine deutlich verbesserte Leistung im Vergleich zum Spiel in Bosnien, und Bastoni wurde von den Fans im San Siro gefeiert. Nach der deutlichen Niederlage gegen Genoa ist die Stimmung nun wieder positiv, aber Chivu warnt vor einem schwierigen Auswärtsspiel in Como, wo die Spieler mit Pfiffen rechnen müssen. Insbesondere Bastoni, der im Hinspiel noch eine umstrittene Rote Karte erhalten hatte, wird erneut Anfeindungen erleben.
Trotz aller Widrigkeiten wollen Chivu und sein Team einen würdigen Abschluss ihrer Zeit im Verein feiern. Auch wenn die alte Inter sich am Ende der Saison verändern wird, so soll sie doch mit einem letzten großen Erfolg in Erinnerung bleiben.
