Inter bleibt beim dreierpack: martinez übernimmt als keeper

Mailand schläft nicht, aber es träumt nicht wild. Die Meisterelf von Simone Inzaghi bleibt sich treu – und das beginnt zwischen den Pfosten.

Martinez rückt nach, dreierkette bleibt

Josep Martinez wird der neue Nummer-eins-Mann. Die Bosse um Cristian Chivu haben sich nach intensiven Gesprächen für den 25-jährigen Spanier entschieden, der in der Saison 22/23 bei Granada und zuletzt in Leipzig auf sich aufmerksam machte. Ein Fehlgriff? Die letzte Partie in Bologna war ein Albtraum, doch das Sommerloch in der Emilia-Romagna war kein Maßstab. Die Leistungen zuvor waren souverän, der Preis moderat. Warum also Millionen verbrennen, wenn der Kader so viel Luft nach oben hat?

Das System bleibt: 3-5-2, die DNA der Scudetto-Saison. Keine Viererkette, keine Revolution. Inzaghi liebt seine bewährte Dreierkette wie ein Kind sein Lieblingsspielzeug. Doch selbst ein Sieger muss schrauben.

Drei, vier neue gesichter reichen

Drei, vier neue gesichter reichen

Die Marschrichtung steht fest: hinten und in der Mitte wird nachgebessert. Ein kantiger Innenverteidiger, ein Sechser mit Durchschlagskraft, vielleicht noch ein dynamischer Außenverteidiger für die Rotation. Budget? 40 Millionen plus X – kein Geld, um die Bank zu sprengen, aber genug, um die Schwächen zu kitten.

Vorne bleibt alles beim Alten: Lautaro als Kapitän und Torjäger, Thuram als Reanimationsfall nach der Winterflaute, Esposito und Bonny als Rohdiamanten. Kein Stürmer kommt, keiner geht. Warum auch? Das Duo Martinez-Thuram schoss 31 Tore in der Serie A, Esposito und Bonny dürfen lernen, wo der Frosch die Locken hat.

Die Botschaft des Tages: Stabilität vor Spektakel. Inter will nicht neu erfinden, sondern verfeinern. Die Meisterschaft war kein Zufall, und der Pokal war nur der Anfang. Die nächste Saison beginnt mit einem vertrauten Gesicht im Tor und einem klaren Plan im Kopf. Wer jetzt noch nach einer Viererkette ruft, hat die letzte Saison verschlafen.