Infantino trifft trump: iran darf zur wm 2026 – das sagt der ex-präsident
93 Tage vor dem Eröffnungspfiff macht Gianni Infantino die Runde durch die Machtzentren. In Washington sitzt er Donald Trump gegenüber, der ihm ins Osteräson flüstert: Teherans Team ist willkommen. Ein Satz, der in den sozialen Medien binnen Minuten die Risse im geopolitischen Eis schließen soll.
Trump gibt grünes licht – doch wer tritt wirklich an?
Die Begegnung fand in Trumps Florida-Residenz statt, nicht im Weißen Haus. Dort, zwischen Goldornamenten und Fox-News im Hintergrund, versprach der ehemalige US-Präsident laut Infantino, „die iranische Mannschaft selbstverständlich“ ins Turnier zu lassen. Der FIFA-Chef schmetterte das sofort auf X raus, als wäre es ein Transfercoup: „Football unites the world“. Klingt groß, wirkt klein, wenn man die Spielerinnen der iranischen Frauennationalmannschaft fragt.
Denn während Infantino Selfies mit Trump schoss, lagen fünf von ihnen in Sydney im Versteck. Sie hatten sich geweigert, vor dem Asian-Cup-Auftakt die Nationalhymne mitzusingen, waren als „Kriegsverräterinnen“ diffamiert worden und schlüpften aus dem Teamhotel, ehe das Regime sie einbuchten konnte. Australien gewährte Asyl – der erste Fall, bei dem eine WM-Teilnahme direkt zur Flucht wird.

Irak steckt in der luftfalle – und der uhr tickt
Parallel spitzt sich der nächste Konflikt zu. Der irakische Verband muss am 31. März in Monterrey um das letzte Ticket spielen, doch die Spieler können ihr Land kaum verlassen. Das Luftraum ist dicht, 60 Prozent der Kadermitglieder spielen in Bagdad, medizinisches Personal sitzt in Katar. Die mexikanischen Konsulate in Riad und Doha arbeiten auf Hochtouren, Visa laufen, Flugpläne nicht. Coach Graham Arnold musste ein Trainingslager in den USA absagen – weil niemand hinauskommt.
FIFA-Regeln kennen kein politisches Notstandsdatum. Termine bleiben fix, auch wenn die Spieler per Bus durch Wüstenkurven zu einer Cargo-Maschine hetzen müssen. Infantinos Appell an die „vereinte Welt“ klingt da wie Satire aus dem Warmup-Katalog.

Der countdown läuft – und mit ihm die frage, wer die kontrolle hat
In 93 Tagen eröffnet das Turnier, das drei Länder ausrichten, aber nur eines regiert: die USA. Trump mag kein Amt mehr innehaben, doch seine Geste wirkt wie ein Vorschuss auf mögliche Rückkehr. Die FIFA braucht seine Signatur, um Sponsoren und Fox-Partner zu beruhigen. Der Iran braucht die Bühne, um sich zu präsentieren. Und die Spieler? Sie brauchen ein Visum – und manchmal ein neues Leben.
Während die Verbände protokollieren, rechnet die Athleten-Union mit neuen Asylfällen. Die WM 2026 wird nicht nur Tore bringen, sondern auch Fluchten. Infantino feiert Einheit, Trump gibt sich gönnerhaft, doch die Wahrheit steckt in den Details: Ein Ticket ist kein Schutzschild. Wer in den USA Landeanflug nimmt, kann dort auch bleiben – wenn die Heimat ihn jagt.
