Infantino öffnet tür für russische rückkehr im jugendfußball – trotz ukraine-krieg
Infantino öffnet tür für russische rückkehr im jugendfußball – trotz ukraine-krieg
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat sich überraschend offen für eine Aufhebung des Ausschlusses russischer Teams im Jugendfußball gezeigt. Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine sieht der 55-Jährige die Notwendigkeit, die Sanktionen zumindest im Nachwuchsbereich zu überdenken. Dies teilte er dem britischen Sender Sky mit.
Frustration und hass als folge des verbots
„Das Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen“, so Infantino. Er argumentiert, dass es hilfreich wäre, wenn junge russische Fußballspielerinnen und -spieler wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen könnten. Diese Aussage folgt auf frühere Äußerungen, in denen er eine Rückkehr Russlands im Falle eines Friedensschlusses in der Ukraine in Erwägung zog.

Hintergrund der sanktionen
Nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten FIFA und UEFA russische Vereine und Nationalmannschaften von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Diese Maßnahme war eine Reaktion auf die Völkerrechtswidrigkeit des Angriffs und sollte ein deutliches Signal gegen die russische Regierung senden.
Vorherige versuche und rückschläge
Bereits im April 2025 hatte Infantino eine Rückkehr Russlands ins Auge gefasst, gekoppelt an ein Ende der Kampfhandlungen. Im Jahr 2023 gab es sogar kurzzeitig die Möglichkeit, russische U17-Teams wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen zu lassen, doch diese Pläne scheiterten am Widerstand anderer europäischer Verbände, darunter nicht der DFB.
Teilnahme an u15-turnieren bereits erlaubt
Im Dezember 2025 bestätigte der FIFA-Rat jedoch, dass russische Teams an U15-Turnieren teilnehmen dürfen. Diese Entscheidung folgte der Empfehlung des IOC, das sich für eine „uneingeschränkte“ Rückkehr russischer Athleten bei internationalen Jugendwettbewerben eingesetzt hatte.
Aktuelle entwicklungen und perspektiven
Infantino äußerte die Hoffnung, dass Friedensgespräche in der Ukraine bald zu einer Lösung führen und Russland wieder in die Fußballwelt integriert werden kann. Er betonte, dass dies ein Zeichen für eine Normalisierung der Lage wäre. Die Debatte um die Rückkehr Russlands in den internationalen Fußball bleibt jedoch umstritten und wird weiterhin kontrovers diskutiert.
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