Infantino ehrt italienische wurzeln: tournee mit fußballlegenden für auswanderer
Mailand – Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat seine Verbundenheit mit seinen italienischen Wurzeln auf eine außergewöhnliche Weise zum Ausdruck gebracht. Anstatt sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft zu konzentrieren, bei der Italien leider nicht vertreten ist, hat er eine Tournee durch Nordamerika organisiert, um die italienische Diaspora zu ehren und zu verbinden.
Ein fest der erinnerung und des stolzes
Die Tournee, die in Toronto und New York Station macht, wird von einigen der größten Legenden des italienischen Fußballs begleitet, darunter Roberto Baggio. Infantino, dessen Eltern selbst italienische Einwanderer in der Schweiz waren, betont die Bedeutung dieses „Cordone ombelicale“, dieses unzerbrechlichen Bandes zur Heimat. Er spricht von einem „Forziere für das Herz“, das den italienischen Auswanderern überall auf der Welt Halt und Geborgenheit gibt.
„Ich bin seit 2016 FIFA-Präsident, und die Azzurri habe ich bei keiner Weltmeisterschaft gesehen. Als Kind im Jahr 1982 verpasste ich kein einziges Spiel im Fernsehen“, gesteht Infantino offen. Er räumt klar aus, dass es für Italien keine Möglichkeit gab, sich doch noch zu qualifizieren, und mahnt die Fans, sich nicht von falschen Hoffnungen blenden zu lassen.

Rivera kehrt zum legendären azteca-stadion zurück
Ein besonderes Highlight der Tournee ist der Besuch des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt zwischen Mexiko und Südafrika. Hier wird Gianni Rivera anwesend sein, ein Mann, der untrennbar mit diesem Stadion verbunden ist. Das Azteca-Stadion ist der Austragungsort des legendären Spiels Italien gegen Deutschland (4:3), in dem Rivera den entscheidenden Treffer erzielte – ein Moment, der für immer in die Fußballgeschichte eingegangen ist. „Die Geschichte muss sich immer wieder mit neuen Emotionen verbinden“, erklärt Infantino.
Die Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, wird mit 48 Mannschaften stattfinden – ein Beweis dafür, dass der Fußball die Welt immer stärker vereint. Infantino unterstreicht: „Football Unites The World ist nicht nur unser Motto, sondern unsere Realität.“ Die Tournee führt durch drei Länder, beinhaltet 104 Spiele und feiert die ersten Auftritte von Kap Verde, Curacao, Jordanien und Usbekistan mit Fabio Cannavaro an der Seitenlinie.
Obwohl Italien fehlt, wird diese Weltmeisterschaft zweifellos ein Spektakel werden, wie das Finale zwischen Argentinien und Frankreich 2022 eindrucksvoll bewiesen hat. Infantino verspricht: „Es wird die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten.“
