Igor protti: ehemaliger teamkollege enthüllt bewegende abschiedsminute

Ein Schauer läuft einem den Rücken hinunter, wenn man die Worte Marco Amelia hört. Der ehemalige Teamkollege von Igor Protti bei Livorno blickt zurück auf einen Moment, der ihm unauslöschlich in Erinnerung geblieben ist – den Moment, als Protti seine letzte Partie bestritt. Die Erinnerung an den großartigen Sportler und Menschen, der uns so plötzlich verlassen hat, ist noch immer frisch und schmerzhaft.

Der abschied im tardini: ein versprechen und ein lächeln

Der abschied im tardini: ein versprechen und ein lächeln

Es war der 8. Juni vor einem Jahr, ein Freundschaftsspiel zwischen Legends und FC Rabona im Tardini. Amelia, damals erst 19 Jahre alt, erinnert sich an den Anblick: „Er kam mit seinem gewohnten Lächeln, wie immer voller Energie. Begrüßungen, Umarmungen – typisch Igor. Doch dann sagte er: 'Ich bin dabei. Ich spiele. Aber es wird mein letztes Spiel sein.'“ Ein eisiger Moment der Stille folgte, bevor Protti hinzufügte, dass ihm eine Operation bevorstand. Er lächelte trotzdem, trotz der schweren Last, die er trug.

Amelia betont, wie Protti den Wert von Freundschaft und Teamgeist verstand. „Er war ein Mensch, der das Spüren ließ, wie wichtig der Zusammenhalt ist, die Witze im Umkleideraum, die Kameradschaft.“ Die beiden waren in Kontakt geblieben, teilten sich Erinnerungen in einer WhatsApp-Gruppe mit weiteren ehemaligen Teamkollegen. Amelia schildert Protti als jemanden, der immer einen Rat parat hatte, insbesondere für die jungen Spieler wie er selbst und Giorgio Chiellini.

„Marco, ich verstehe alles, aber manchmal ist es nicht nötig. Weil du sonst nur dich selbst schädigst“, sagte Protti einst zu ihm. Diese Worte, so Amelia, habe er tausendmal reflektiert. Eine ethische Kompassnadel, die Protti stets richtungweisend in sein Handeln einfließen ließ.

Protti hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen ist – sowohl als Mensch als auch als Fußballspieler. Seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, sein stets offenes und einfühlsames Lächeln, die Respekt, den er überall genoss, machten ihn zu etwas Besonderem. Die „Boos“ – kein Applaus, sondern ohrenbetäubendes Gebrüll – die ihm in Parma, Messina, Bari und überall in Italien zuteilwurden, zeugen von der unbedingten Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde.

Die Trauer ist groß, aber Amelia erinnert uns daran, dass Protti trotz seines Leidens immer für andere da war. „Er hat gelitten, ja, aber er war für jeden da.“ Ein Vermächtnis des Sports, der Menschlichkeit und der unerschütterlichen Freundschaft.