Ibiza schlägt 51,72 – hervás jagt die wm-norm, martínez blitzt in 13,44

Blanca Hervás spürte den Wind der Insel und beschleunigte die Uhr auf 51,72 s. Die Madrilenin, WM-Finalistin von Toruń, ließ im Meeting Ibiza Toni Bonet nicht nur Nicole Caicedo (52,60) und Daniela Fra (54,18) stehen, sie nagt wieder an ihrer eigenen Bestmarke von 51,15 s. Drei Monate vor den Europameisterschaften in Rom liefert sie die erste Warnung.

Asier martínez kehrt mit 13,44 zurück – und kündigt mehr an

Der Navarrer hatte seit September keine Latte mehr berührt. Dann sprintet er über die zehn Hürden in 13,44 s bei moderatem Rückenwind und wirkt, als hätte er nur die Maschine warmgelaufen. Die 0,12 s fehlen bis zur WM-Norm, doch sein Körper sprach eine deutlichere Sprache: „Reserve ist noch reichlich drin.“

Guillem Crespí machte das 100-m-Rennen trotz Überschuss-Wind (+2,3) zur Solo-Show: 10,35 s und ein Fingerzeig auf die spanischen Meisterschaften. Daniela Fra wechselte nach ihrem 400-m-Debüt direkt in die Kurzhürden, stoppte die Uhr nach 13,71 s – und bewies, dass Flexibilität ihr zweiter Vorname ist.

Mohamed lagraini stellt lebensbestzeit auf – mitten in der nacht

Mohamed lagraini stellt lebensbestzeit auf – mitten in der nacht

Der 1 500-m-Lauf begann bei 22 Grad Lufttemperatur und endete mit einem marokkanischen Jubelschrei. Mohamed Lagraini rannte 3:41,81 min, Alessandro Pasquinucci wurde Zweiter in 3:42,78 min – beide hatten nie schneller gejoggt. Die Insel Ibiza verwandelt sich eben doch manchmal in eine Tempobahn.

Cristian Gabriel Voicu (Rumänien) kontrollierte das 800-m-Rennen nach außen, sprintete in 1:48,58 min davon und ließ zwei Iren den Restoxygen. Sara Gallego, die spanische Rekordlerin über 400 m Hürden, schob das Frauen-1 500 m mit an, und die Türkin Tugva Güvenç Yenigün antwortete mit 4:27,66 min – neue persönliche Bestleistung, neues Selbstvertrauen.

Portugal und groβbritannien teilen sich die sprungkrone

Portugal und groβbritannien teilen sich die sprungkrone

Arialis Gandulla (Portugal) flog über die 100 m in 11,45 s, während Funminiyi Olajide bei windigen 6,64 m im Weitsprung landete – beide holten sich die Inselpunkte für ihre Nationalteams. Héctor Santos, Spaniens Indoor-Meister, brauchte nur zwei gültige Versuche, um mit 7,74 m den Tagessieg zu klären. Der Sand war noch warm, als er bereits duschen ging.

Die Organisatoren um Toni Bonet und die Marke Ibiza.travel haben ein Rezept gefunden: kleines Feld, schnelle Bahn, spätes Licht. Die Athleten antworten mit Bestzeiten. Wenn das kein Vorbote für den Sommer ist.