Hyundai ioniq 3: der neue stromer will die massen begeistern
Hyundai hat in Mailand einen neuen Akteur in die elektrische Arena geschickt: den Ioniq 3. Das Modell positioniert sich unterhalb des Ioniq 5 und verspricht, die Elektromobilität für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Ein mutiges Unterfangen, das mit einem frischen Design und überraschend viel Platz aufwartet.
Ein aero-hatch mit italienischem flair
Der Ioniq 3 setzt auf ein neues Designkonzept namens „Aero Hatch“. Hyundai versucht hier, die Effizienz eines stromlinienförmigen Profils mit der Raumvielfalt eines Kompaktwagens zu verbinden. Mit einer Länge von 4,15 Metern (4,17 Meter bei der sportlichen N Line Variante) ist er etwas größer als ein klassischer Kleinwagen. Der Fokus liegt klar auf Aerodynamik: ein flaches Vorders, eine gerade Dachlinie und ein abfallender Schwanz sorgen für einen Luftwiderstandsbeiwert von lediglich 0,263 – ein Wert, der für ein Auto dieser Größe beeindruckend ist und sich positiv auf den Verbrauch und den Fahrkomfort auswirkt.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal der Ioniq-Familie sind die Pixel-Details, die hier in Form von vier Punkten, die das Morsezeichen für den Buchstaben „H“ darstellen, zum Einsatz kommen. Im Innenraum scheint sich das Designteam von den italienischen Siebzigern inspirieren zu lassen, was eine angenehme, fast retro-mäßige Atmosphäre schafft.

Technik und performance im überblick
Unter der Haube arbeitet entweder ein 135 PS starker oder ein 147 PS starker Elektromotor, beide mit einem maximalen Drehmoment von 250 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h. Je nach Batteriegröße (42,2 kWh oder 61 kWh) verspricht der Ioniq 3 eine Reichweite von 344 bis 496 Kilometern. Das Laden an einer Schnellladesäule (DC) dauert lediglich 29 Minuten (von 10% auf 80%). Die Wahl der Batteriegröße hat einen direkten Einfluss auf die Beschleunigung: Die kleinere Batterie benötigt 9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h, während die größere Variante 9,6 Sekunden benötigt.
Besonders komfortabel ist die Relax-Funktion der Vordersitze, die es den Insassen ermöglichen, sich während der Ladezeit fast vollständig zurückzulehnen und eine kleine Siesta zu halten – ein Feature, das man so selten sieht.

Smartes infotainment und jede menge komfort
Das Infotainment-System „Pleos Connect“ basiert auf Android Automotive OS und bietet eine Vielzahl von Funktionen, darunter Over-the-Air-Updates. Je nach Ausstattungsvariante stehen ein 12,9- oder sogar ein 14,6-Zoll-Display zur Auswahl. Die Hyundai Digital Key 2 ermöglicht es, das Smartphone oder eine Smartwatch als Schlüssel zu nutzen. Auch die Vehicle-to-Load (V2L) Funktion, mit der man externe Geräte mit Strom versorgen kann, ist an Bord.
Der Kofferraum fasst 322 Liter, unter dem Boden befindet sich ein „Megabox“ mit zusätzlichen 119 Litern Stauraum. Ein Premium-Soundsystem von Bose, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und eine stimmungsvolle LED-Ambientenbeleuchtung runden das Angebot ab.
Mit seinem attraktiven Preis und dem durchdachten Gesamtpaket könnte der Ioniq 3 genau das Modell sein, das die Elektromobilität endgültig in der breiten Masse etabliert. Die Entscheidung für den türkischen Produktionsstandort Izmit unterstreicht Hyundais Bestreben, die Produktion zu dezentralisieren und die Versorgungsketten zu stärken.
