Hüttenberg behält punkte: bundessportgericht weist revision der hbl ab

Nach wochenlangem Zwiegespräch und bangen Abwarten herrscht nun Klarheit: Der TV Hüttenberg darf den Punktgewinn aus dem Heimspiel gegen TUSEM Essen in der 2. Handball-Bundesliga behalten. Das Bundessportgericht hat die Revision der Handball-Bundesliga GmbH (HBL) gegen das Urteil der zweiten Kammer abgelehnt – ein Urteil, das für den Verein und seine Fans eine enorme Erleichterung bedeutet.

Die ursache des streits: eine fehlende unterschrift

Die ursache des streits: eine fehlende unterschrift

Im Zentrum des Kontroversen stand eine nicht unterschriebene Schiedsvereinbarung im Rahmen der Anti-Doping-Regularien. Diese scheinbar kleine Formalie hatte zu einer regelrechten Ergebniskrise in der Handball-Bundesliga geführt, da sowohl Hüttenberg als auch die Rhein-Neckar Löwen zunächst Punkteabzüge hinnehmen mussten. Die Vorgabe, dass eine solche Vereinbarung seit dem 1. Januar 2026 zwingend vorliegt, wurde von den Vereinen vehement bestritten.

Die Liga hatte zunächst versucht, die Punkte einzuziehen, berief sich dabei aber auf eine Regelungslücke. Das Bundesgericht zeigte nun deutlich, dass die HBL im Revisionsvorbringen keine überzeugenden Argumente vorbringen konnte. „Die Richter stellten klar, dass im maßgeblichen Regelwerk an einer hinreichend bestimmten Grundlage für eine derart gravierende Sanktion fehle“, so eine Mitteilung des TV Hüttenberg. Es sei insbesondere nicht eindeutig geregelt gewesen, dass die Unterschrift vor dem Spielbeginn vorliegen müsse.

Timm Schneider, Geschäftsführer des TV Hüttenberg, zeigte sich erleichtert: „Mit dem Urteil des Bundesgerichtes haben wir nun Klarheit und freuen uns, dass die sportlich erkämpften Punkte nicht entzogen werden. Das Bundesgericht ist einem sehr vernünftigen Urteil der Vorinstanz gefolgt, das auch im Sinne unseres Sportes war.“ Die Rhein-Neckar Löwen haben sich bislang nicht zu dem Urteil geäußert, doch es wird allgemein angenommen, dass auch sie von der Entscheidung profitieren werden.

Die Handball-Bundesliga muss nun prüfen, wie sie die Anti-Doping-Regularien zukünftig handhaben will, um solche Situationen zu vermeiden. Der Fall verdeutlicht, wie dünn manchmal die rechtlichen Grundlagen sein können und wie schnell ein vermeintlicher Routinefehler weitreichende Konsequenzen haben kann. Ein sportlicher Erfolg darf nicht durch bürokratische Hürden in Frage gestellt werden.

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