Huth bleibt, popp zögert: wolfsburg bangt um seine ikone
Svenja Huth unterschreibt, Alexandra Popp schaut noch. Ein Ja und ein Schweigen – das ist derzeit die Stimmung beim VfL Wolfsburg. Während Huth ihre Karriere bis 2027 in Niedersachsen festzurrt, hält Popp die Herzen der Fans in Atem. Trainer Stephan Lerch will das Thema nicht zur Eile treiben, spürt aber den Druck.

Lerch hofft auf nachahmung
„Svenjas Verlängerung sendet ein Signal“, sagt Lerch vor dem Pokalviertelfinale gegen Frankfurt. „Ich würde mich freuen, wenn Alex ähnlich entscheidet.“ Die Flügelläuferin Huth gilt als Leithund im Kader, Popp als Seelenverkäuferin. Ohne ihre Stimme im Spiel und im Kabinengang verlieren die Wölfinnen an Biss.
Doch Popp hat einen eigenen Kopf. Geboren in Witten, aufgewachsen mit schwarz-gelber Leidenschaft. Ein Wechsel zu Borussia Dortmund, aufstiegswillig in die Frauen-Bundesliga, liegt seit Monaten in der Luft. Die 34-Jährige schließt nichts aus, schweigt, lässt Spekulationen wuchern. Lerch: „Ich kenne ihre Gedanken nicht, sie kennt ihre Wirkung.“
Für den Trainer ist klar: Verliert Wolfsburg seine Kapitänin, verliert es ein Stück Identität. Huth mag wichtig sein, Popp aber ist das Gesicht des Vereins. Ihr Name steht für 236 Tore, fünf Meisterschaften, einen Champions-League-Titel. Statistik vs. Emotion – beide Seiten schwanken.
Nächste Woche trifft der VfL auf Bayern. Ein Sieg wäre mehr als drei Punkte, er wäre ein Argument für Popp, zu bleiben. „Wir liefern, sie entscheidet“, sagt Lerch trocken. Die Uhr tickt, der Sommer naht. Wer zuerst blinkt, bestimmt die Richtung. Wolfsburg kann nur warten – und gewinnen.
