Hsv und st. pauli: derby-pyrotechnik kostet klubs über 500.000 euro!
Ein faustdicke Rechnung flattert für die Anhänger des Hamburger Stadtderbys: Nach dem massiven Einsatz von Pyrotechnik im Januar müssen der HSV und der FC St. Pauli zusammen über 500.000 Euro an Geldstrafen zahlen. Die Eskalation im Derby hat weitreichende Konsequenzen für beide Vereine.

Der anpfiff verzögerte sich um fast sechs minuten
Die Partie im Januar wurde durch den Einsatz von Leuchtfeuer, Rauchbomben und anderen pyrotechnischen Geräten erheblich beeinträchtigt. Die Sicht auf das Spielfeld war zeitweise stark eingeschränkt, was zu einer Verzögerung des zweiten Halbzeitenanpfalls um fast sechs Minuten führte. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schlug hart zu.
Dem HSV werden 253.000 Euro auferlegt, während der FC St. Pauli mit einer Strafe von 359.000 Euro sogar noch höher bestraft wurde. Die Höhe der Strafen spiegelt die Schwere des Verhaltens der Fangruppen wider und soll ein deutliches Signal senden.
Ein Lichtblick für die Vereine: Beide Klubs haben die Möglichkeit, einen Teil der Geldbeträge für eigene Maßnahmen im Bereich Sicherheit und Gewaltprävention einzusetzen. Dies könnte beispielsweise in verbesserte Sicherheitskonzepte, geschulte Ordner oder Präventionsprogramme investiert werden. Allerdings fließen Teile der Summen auch in fußballnahe Stiftungen, was dem Gemeinwohl zugutekommt.
Die Entscheidung des DFB ist nicht überraschend, da der Einsatz von Pyrotechnik nicht nur die Spieler und Offiziellen gefährdet, sondern auch die Zuschauer und die allgemeine Atmosphäre im Stadion negativ beeinflusst. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorgang eine abschreckende Wirkung hat und zukünftig keine ähnlichen Vorfälle mehr stattfinden. Denn die Leidenschaft für den Sport darf niemals über die Sicherheit und den Respekt gegenüber anderen Fans gestellt werden.
