Jornet stoppt in zegama: verletzung bremst lauflegende
Kilian Jornet, der unbestrittene Star des Trailrunning, musste bei Zegama 2024 eine bittere Pille schlucken. Der Sieg, der ihm so nahe schien, entglitt ihm, und am Ende erreichte er nur als Vierzigster das Ziel. Ein herber Rückschlag für den Athleten, der in Zegama normalerweise dominiert.
Die schatten einer alten verletzung
Jornet hatte bereits vor dem Rennen mit Problemen im Tensor muskel zu kämpfen, wie er nach dem Rennen erklärte. Während die Anstiege noch gut zu bewältigen waren, machten sich die Beschwerden in den flacheren Abschnitten und beim Abstieg deutlich bemerkbar. Er kämpfte, versuchte, das Rennen zu Ende zu bringen, doch die körperlichen Einschränkungen waren zu groß. „Ich wollte es genießen und ruhig auslaufen“, so Jornet nach dem Lauf, eine seltene Bestimmung eines Athleten in seiner Schärfe.

Diagnose: meniskusriss und weitere schäden
Die Ursache für die Beschwerden wurde nun durch eine MRT-Untersuchung aufgedeckt: ein moderater Hydrop, ein horizontaler Riss im vorderen Horn des äußeren Meniskus, begleitet von einem deutlichen Ödem im Hoffa-Fettpolster. Zudem zeigte sich eine Knorpelschädigung im zentralen Bereich der Patella mit Ödem im Knochenmark. Ein komplexes Bild, das Jornet vor eine neue Herausforderung stellt.

Eine alte geschichte: die verletzung von 2006
Die aktuelle Situation ist kein Neuland für Jornet. Bereits 2006 erlitt er einen Bruch des Patellakörpers, als er als Kind auf Kopfsteinpflaster stürzte. „Mein Arzt war sich nicht sicher, ob ich jemals wieder auf einem hohen Niveau konkurrieren könnte“, erinnert sich Jornet. Doch er bewies das Gegenteil, trainierte härter und intelligenter als je zuvor. „Jeder Kilometer, den meine Knie mir ermöglichen, ist ein Geschenk.“

Ein neues kapitel: akzeptanz und experimentierfreude
Die Schmerzen in seinem Knie begleiten ihn nun seit drei Jahren. Besonders belastend sind die Belastungen bei schnellen Sprints auf ebenem Untergrund. „Es wird eine interessante Herausforderung, mich so schnell wie möglich zu erholen und neue Trainingsformen auszuprobieren, die für Rennen mit hoher Belastung geeignet sind“, erklärt Jornet. Die fehlende Ergebnisdruck ermöglicht ihm nun, freier und mutiger zu experimentieren.
Vor ihm stehen weitere ambitionierte Ziele: die Western States, Sierre-Zinal und der Ultra Trail du Mont Blanc. Jornet nimmt diese Herausforderungen an – mit einer anderen Vorbereitung, aber mit derselben Neugier, zu sehen, wozu sein Körper fähig ist. Die Zeichen stehen auf eine spannende Saison, trotz der Rückschläge.
