Hsv hamburg schnappt sich norwegens kreislauf-talent hovde aus der champions league
Der HSV Hamburg schlägt zu. Martin Hovde wechselt von Kolstad HB an die Elbe – und das, obwohl der 24-Jährige noch bis 2025 in Norwegen unter Vertrag stand. Die finanzielle Schieflage des Champions-League-Teilnehmers zwingt den Klub zum Abriss, Hamburg nutzt die Chance.
Kolstad muss verkaufen – hamburg kauft
Hinter den Kulissen laufen die Verhandlungen seit Monaten. Noch vor der Europameisterschaft einigten sich beide Seiten auf einen Wechsel im Sommer 2025. Nun kommt Hovde schon früher, weil Kolstad seine Gehaltsmasse drastisch reduzieren muss. Der HSV zahlt, Kolstad spart. Ein Geschäft, das beiden Seiten hilft.
Für Hamburg ist Hovde kein Schnäppchen, sondern eine Investition. 2,01 Meter groß, athletisch, mit EM-Erfahrung und neun Länderspielen. In Katar traf er zwölfmal bei 17 Würfen – Quote 71 %. Das ist kein Zufall, sondern die Summe aus Tempo und Timing. „Er ist für seine Größe verdammt schnell“, sagt Sportdirektor Johannes Bitter. „Am Kreis wird er uns neue Optionen eröffnen.“

Weller geht, hovde kommt
Hovde übernimmt die Rolle von Niklas Weller, der im Sommer aufhört und Präsident wird. Ein Generationswechsel, der nicht wehtut, sondern weitermacht. Weller war Anführer, Hovde ist Zukunft. Der Norweger unterschreibt bis 2030 – ein Vertragslaufzeit, der Vertrauen signalisiert und Planungssicherheit schafft.
Mit Sigvaldi Guðjónsson kommt noch ein Landsmann, ebenfalls aus Kolstad. Hannover und Hamburg – zwei deutsche Klubs, die Norwegs Krise für sich nutzen. Der Ex-Klub verliert zwei Leistungsträger, der HSV gewinnt einen Nationalspieler. Die Bundesliga profitiert, die Skandinavier blicken neidisch rüber.
Hovde selbst spricht kein Deutsch, dafür aber die Sprache des Spiels. Champions-League-Alltag, zwei Meistertitel, EM-Debüt – das reicht, um sich in der „brutalen Liga“ zurechtzufinden. „Jedes Spiel ist harte Arbeit“, sagt er. „Aber ich bin bereit.“
Der HSV baut weiter auf junge Internationalität. Statt Stars auf Abstellgleisen setzt der Klub auf Spieler mit Entwicklungspotenzial. Die Kaderplanung ist komplett, das Budget ausgereizt. Nun heißt es liefern – auf dem Feld, nicht auf dem Papier.
Ab Sommer trägt Hovde die 81. Eine Zahl, die in Hamburg bald für Tore stehen könnte.
