Hsv fordert kiel im nordderby vor rekordkulisse heraus!
Hamburg, da brennt die Luft! Der HSV Hamburg empfängt am Sonntag den THW Kiel in der Barclays Arena – und das vor über 11.000 Zuschauern. Ein Nordderby auf Augenhöhe, das weit mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel hat. Die Chance, den Titelverteidiger aus Kiel gehörig zu ärgern und im Kampf um die Champions-League-Plätze einen entscheidenden Schritt zu machen, liegt zum Greifen nahe.

Die arena als trumpf: hsv setzt auf neue dimensionen
HSV-Geschäftsführer Christian Hüneburg kündigt an, dass die Arena nicht nur für dieses Spiel, sondern für „mindestens sieben“ Spiele in der kommenden Saison genutzt werden soll. Ein klares Signal an die Fans und ein strategischer Schachzug, um die Gegner einzuschüchtern. Denn eines ist klar: Eine derart imposante Kulisse ist für den HSV neu und soll genutzt werden, um Kiel zusätzlich unter Druck zu setzen.
Der Rekordmeister aus Kiel wackelt dieser Saison bedenklich. Trotz eines Kader voller Stars und vieler individueller Qualitäten fehlt es dem THW an Konstanz. Die jüngsten Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Ein Unentschieden gegen Eisenach, zuvor unerwartete Niederlagen gegen Gummersbach und in Stuttgart. Die 13 (!) Punkte Rückstand auf Tabellenführer Magdeburg sind alarmierend und lassen die Königsklassen-Qualifikation zur Lotterie werden.
Domagoj Duvnjak, der Kapitän des THW Kiel, trifft am Sonntag auf seinen Ex-Klub und alte Weggefährten. Ein emotionales Wiedersehen, das sicherlich für zusätzliche Spannung sorgen wird.
Der HSV kann mit Rückenwind aus dem Sieg in Minden (30:29) in das Spiel gehen. Die bisherige Saison war allerdings ein Wechselbad der Gefühle – zwischen spektakulären Offensivaktionen und defensiven Schwächen. Mit durchschnittlich über 30 geworfenen Toren pro Spiel zeigt die Mannschaft Offensivgeist, kassierte aber auch bereits 863 Gegentreffer. Nur die Aufsteiger Minden und BHC mussten mehr Gegentreffer einstecken. Genau darin liegt aber auch die Chance gegen Kiel: Die Hamburger können mithalten und setzen den Gegner unter Druck.
„Ich freue mich auf das Spiel“, erklärt Trainer Torsten Jansen. „Gegen Kiel vor einer solch fantastischen Kulisse – da brennen alle! Da muss ich keine langen Reden halten, das Feuer zündet sich von selbst. Wir wollen Kiel einen harten Kampf liefern. Dafür müssen wir alles auf die Platte lassen.“
Personell sieht es bei den Hamburgern angespannt aus. Casper U. Mortensenfällt mit Knorpelproblemen aus. Auch Nicolaj Jörgensen und Moritz Sauter können nur dosiert trainieren. Hoffnung gibt es am Kreis: Co-Kapitän Andreas Magaard steht nach seiner Knie-OP vor dem Comeback. Jan Schmidt, Junioren-Nationalspieler, ist noch in Liga 2 mit Dormagen gefordert, ein Einsatz am Sonntag scheint aber nicht ausgeschlossen. Dominik Axmann hingegen muss eine längere Pause einlegen – sein operiertes Knie bereitet ihm weiterhin Schmerzen.
Die Daumen sind gedrückt, dass der HSV diese Schwächen ausgleichen und dem THW Kiel ein unangenehmes Spiel bieten kann. Denn eines ist klar: Die Ausgangslage für ein packendes Nordderby ist gegeben. Das Feuer brennt – und es wird ein Kampf auf Messers Schneide!
