Hsg wetzlar bläst kiel mit 33:25 in die pfanne – abstiegskrise erstmals gestoppt
Die HSG Wetzlar hat den THW Kiel am Samstagabend mit 33:25 regelrecht überrollt und damit den Ruf des Rekordmeisters in den eigenen Hallen zerfetzt. Was wie ein Zwangswunder daherkam, war tatsächlich eine machbare Pflichtaufgabe – nur eben gegen den vermeintlichen Übermensch aus dem hohen Norden.
8:0-Lauf nach zehn minuten – kiel sieht nur noch staub
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Elf Minuten ohne Gegentreffer, zwei erfolglose Kiel-Auszeiten, 10:3 nach nicht einmal einem Viertel der ersten Halbzeit. Die Halle kochte, Palicka parierte, Suljaković traf – und der THW wirkte wie eine Mannschaft, die plötzlich merkte, dass auch sie nur aus Fleisch und Blut besteht.
Die Pleite der Gäste kam nicht aus heiterem Himmel. Mit vier Ausfällen in der Startformation reiste Kiel angeschlagen an, doch wer erwartete, dass Wetzlar dieses Momentum so gnadenlos nutzt, hat die letzten Wochen offensichtlich verschlafen. Die HSG spielte, als gäbe es kein Morgen – und das mit Erfolg.

Torverhältnis repariert – aber die luft bleibt dünn
Mit dem Acht-Tore-Sieg springt Wetzlar zumindest wieder über den roten Strich. Doch die Freude hat ein Haltbarkeitsdatum: vier Spiele sind noch zu absolvieren, das erste am kommenden Donnerstag in Göppingen. „Morgen geht die Sonne wieder auf“, sagte Palicka, „aber wir müssen weiter kämpfen, um in dieser Liga zu bleiben.“
Die Worte des Keepers klingen wie eine Warnung. Denn Leipzig und Minden haben in dieser Woche nachgelegt, der Druck bleibt. Wer nun glaubt, das Wunder gegen Kiel reiche für die Ewigkeit, der irrt gewaltig. Die HSG hat sich nur eine Atempause verschafft – mehr nicht.
Am Ende bleibt ein Fakt: Wer den THW mit acht Toren schlägt, der darf auch träumen. Aber nur kurz. Denn Göppingen wartet, und dort gibt es keine Gnade – nur Punkte.
