Hopp und merk retten deutsche ehre – wade schreibt geschichte

Ein Tag, der deutlich macht, wie schnell Darts gnadenlos sein kann: Nur zwei deutsche Profis überstehen in Leicester die zweite Runde, während Altmeister James Wade mit seinem 1000. Players-Championship-Sieg in die Geschichtsbücher einzieht.

Hopp verpasst das break knapp

Max Hopp spielte Darts auf Play-off-Niveau, warf einen Average von 99,09 und traf mehr Triple-20 als sein Gegner – und flog trotzdem raus. Der 32-Jährige führte gegen Charlie Manby bereits mit 5:4, verlor dann aber den Decider, weil der Engländer in 12 perfekten Darts die Doppel-16 traf. Die Niederlage schmerzt, doch die 2.500 Pfund Preisgeld katapultieren Hopp auf Rang 19 der Order of Merit – bester Platz aller Bundesbürger.

Arno Merk blieb ebenfalls kurz hinter dem Sweet Spot. Nach Siegen gegen Ryan Joyce und Cor Dekker musste er sich Alexander Merkx mit 3:6 beugen. Mit 5.250 Pfund liegt er auf Position 77 – ein Schritt Richtung Top-64, aber noch kein Grund zum Durchatmen.

Schindler und co. straucheln am oche

Schindler und co. straucheln am oche

Martin Schindler, Deutschlands Nummer eins, verpasste 20 Versuche auf die Doppel – und trotzdem warf er den besseren Average. Die Statistik lügt nicht, aber sie zahlt keine Flugtickets fürs Finale. „The Wall“ scheiterte an Niall Culleton, der kühler blieb, wenn es um die entscheidenden Felder ging.

Die Liste der Ausgeschiedenen liest sich wie ein Who-is-Who des deutschen Nachwuchses: Grüllich, Rupprecht, Gotthardt, Kraft, Clemens, Hofkens, Pietreczko, Wenig, Weber – alle in Runde eins weg. Nur Niko Springer und Matthias Ehlers überstanden den ersten Hürdenlauf, kassierten in Runde zwei aber klare 2:6- bzw. 3:6-Niederlagen gegen van Schie und van Gerwen.

Wade lässt die zahl 1000 sprechen

Wade lässt die zahl 1000 sprechen

Während deutsche Feldpost in Leicester einbrach, schraubte James Wade seine Legende weiter. Der 42-Jährige besiegte Lukas Wenig und wurde damit zum ersten Profi überhaupt, der 1000 Einzel-Siege auf der Players-Championship-Tour feiern darf. Die Mattioli Arena applaudierte standing Ovation – ein Moment, der verdeutlicht, wie viel Erfahrung und wie wenig Niederlagen hinter der Zahl stecken.

Am Dienstag geht es in Leicester weiter mit dem achten Turnier der Saison. Maximilian Czerwinski wird fehlen – „Die Gurke“ sagte ab. Für die restlichen deutschen Darts-Hoffnungen bleibt wenig Zeit zum Durchatmen: Wer nicht bis Sonntag Punkte sammelt, schaut im Mai vielleicht nur zu, wenn die 64 Besten um 500.000 Pfund kämpfen.