Hooligan-eskalation: strafen für osasuna und getafe drohen!

Die spanische Fußballszene steht unter neuem Druck: Die Antihooligan-Kommission fordert drastische Maßnahmen gegen Atlético Osasuna und Getafe CF, nachdem es in der letzten Liga-Runde zu hässlichen Vorfällen kam. Die Forderungen sind brisant und könnten die Vereine empfindlich treffen.

Zwei monate stadionverbot für pamplona?

Für Atlético Osasuna droht ein schwerer Schlag: Die Kommission schlägt ein zweimonatiges Aussperren des eigenen Stadions, El Sadar, sowie eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro vor. Der Grund dafür liegt in gravierenden Verstößen gegen Sicherheitsrichtlinien bei einem öffentlichen Training. Es gab nicht nur das Abbrennen von Pyrotechnik, sondern auch die Zurschaustellung von Symbole der Ultra-Gruppierung Indar Gorri. Besonders bedenklich: Auch einige Spieler schlossen sich den Gesängen und der Präsentation von Bannern an – ein Verhalten, das den Verein in den Fokus der Kritik rückt.

Auch getafe muss mit konsequenzen rechnen

Auch getafe muss mit konsequenzen rechnen

Auch Getafe CF wird nicht ungeschoren davonkommen. Für den Verein wird ein einmonatiges Sperren des Estadio Coliseum sowie eine Geldstrafe von 10.000 Euro gefordert. Auslöser war ein Massenansturm auf den Rasen nach dem Spiel, der laut Kommission eine objektive Gefährdung darstellte, obwohl er offenbar in feierlicher Stimmung geschah. Die Frage ist, ob die Sicherheitsvorkehrungen ausreichend waren, um eine solche Situation zu verhindern.

Aber das ist noch nicht alles. Auch Real Sociedad und Cádiz CF müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Real Sociedad wird mit 120.000 Euro belegt, nachdem digitale Tickets für das Copa del Rey-Finale an Mitglieder der radikalen Gruppierung RSF Firm verkauft wurden, denen ohnehin der Stadionbesuch untersagt war. Cádiz CF muss 20.000 Euro zahlen, nachdem Papierrollen auf dem Spielfeld landeten – eine potenziell gefährliche Situation angesichts der gleichzeitig aktivierten Rauchbombe in der Nähe der Brigadas Amarillas.

Massive polizeieinsätze und rassistische ausfälle

Massive polizeieinsätze und rassistische ausfälle

Die jüngsten Vorfälle zeigen ein düsteres Bild der Hooligan-Szene in Spanien. Bei einer Großoperation vor dem Copa del Rey-Finale in Sevilla wurden Hunderte Ultras, darunter viele aus dem Ausland, mit Eisenstangen, Messer und Leuchtpistolen festgenommen. Ein besonders schmerzhafter Vorfall: Ein Atlético-Madrid-Abonnent wurde erwischt, wie er dem FC-Barcelona-Spieler Lamine Yamal rassistische Beleidigungen zum Opfer machte. Ihm droht eine Geldstrafe von 4.000 Euro und ein Stadionverbot von einem Jahr.

Erhöhte sicherheitsmaßnahmen für anstehende spiele

Erhöhte sicherheitsmaßnahmen für anstehende spiele

Angesichts der eskalierenden Gewalt sind die Behörden alarmiert. Die Antihooligan-Kommission hat die kommenden Aufstiegsspiele zwischen Castellón und Almería sowie Las Palmas und Málaga als Hochrisikospiele eingestuft. Auch das Duell zwischen CD Cuarte und Atlético Monzón wurde aufgrund der gewalttätigen Ausschreitungen im Hinspiel als risikoreich eingestuft. Das bedeutet: Ticketverkäufe an der Tageskasse sind untersagt, die Sicherheitsvorkehrungen werden verstärkt und es werden spezielle Sicherheitszonen für die gegnerischen Fans eingerichtet. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um weitere Gewalt zu verhindern und die Sicherheit im spanischen Fußball zu gewährleisten.