Holzmann beendet karriere: verletzungen setzen slalom-hoffnung aus
Schock in der alpinen
Szene: Sebastian Holzmann, einst als einer der größten deutschen Slalomhoffnungen gehandelt, hat seine Karriere mit nur 33 Jahren beendet. Nach einer Reihe schwerer Verletzungen und dem Kampf um eine Rückkehr an die Weltcup-Spitze, war die Entscheidung des gebürtigen Bayern nun unausweichlich.
Ein karriereende voller höhen und tiefen
„Ich habe alles versucht, um wieder auf das Niveau zurückzukehren, das ich mir selbst gestecke habe“, erklärte Holzmann in einer Pressemitteilung. Die Bilanz seiner Karriere liest sich zwar mit 77 Weltcup-Rennen und 26 Punktplatzierungen respektabel, doch die Konstanz des jungen Mannes wurde immer wieder durch Rückschläge unterbrochen. Besonders schmerzlich war der WM-fünfte Platz 2023, ein Hoffnungsschimmer, der jedoch in den Folgejahren durch weitere Verletzungen verdunkelt wurde.
Holzmanns beste Platzierung erreichte er 2018 im Slalom von Kranjska Gora, als er sensationell Platz elf belegte. Das Rennen in Wengen im Januar, bei dem er als 24. ins Ziel kam, war sein letzter Auftritt im Weltcup. „Es ist besser, aufzuhören und sich neuen Aufgaben zu widmen, wenn man nicht mehr mit voller Konzentration und Leidenschaft dabei sein kann“, so Holzmann.
Wolfgang Maier, DSV-Sportdirektor, zeigte sich bedauernd über den Rücktritt. „Sebastian war in den letzten Jahren immer wieder auf dem besten Weg, sich im Spitzenbereich des Slalomsports zu etablieren. Leider hat er immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen werden müssen“, sagte Maier. Er betonte, dass der Verlust für den deutschen Skisport spürbar sei.
Was die Zukunft bringt
Holzmann kündigte an, sich in den kommenden Monaten neu orientieren zu wollen. „Eine Ausbildung oder ein Studium sind denkbar“, so der Ex-Rennläufer. Doch eines stehe fest: „Das Skifahren wird mich immer begleiten und Teil meines Lebens bleiben. Ich möchte mich im Skilehrwesen engagieren und mein Wissen weitergeben.“ Der gebürtige Bayer scheint entschlossen, die Leidenschaft für den Skisport auch abseits der Rennstrecke zu leben. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Wege er einschlagen wird – eines ist jedoch sicher: Sebastian Holzmann wird dem deutschen Skisport auch in Zukunft in Erinnerung bleiben, als ein talentierter Athlet, dessen Karriere durch Verletzungspech zu früh beendet wurde.
