Holzer beendet karriere: ein eishockey-titan verabschiedet sich

Korbinian Holzer, der gerade erst als Kapitän die Meisterschaft in der Alpenliga ICE Hockey League mit den Graz 99ers feierte, hat seine Karriere beendet. Ein Abschied, der die Eishockey-Szene überrascht, aber gleichzeitig den krönenden Abschluss einer außergewöhnlichen Laufbahn markiert.

Der triumph in graz als perfekter abgesang

Der triumph in graz als perfekter abgesang

Die jüngsten Erfolge mit Graz, wo Holzer sein Team mit beeindruckender Führungsstärke zum Titel führte – 4:0 Siege gegen Villach, Fehervar und Pustertal – unterstreichen seine Bedeutung für den Eishockey-Sport. Nur die Vienna Capitals 2017 und Red Bull Salzburg 2022 schafften es vor ihm, eine Liga-Saison ohne Niederlage zu überstehen. Ein bemerkenswertes Vermächtnis, das er hinterlässt.

„Mein Entschluss ist ja schon vor den Playoffs festgestanden“, erklärte Holzer in einer Mitteilung der 99ers. „Dass es jetzt noch so ausgegangen ist, habe ich mir vorher natürlich nicht erträumen lassen. Umso mehr passt der Zeitpunkt nun perfekt.“ Diese Worte lassen auf eine lange, reifliche Überlegung schließen, die nun zu einem natürlichen Abschluss findet.

Kehrtwende in Deutschland? Gerüchte über eine mögliche Rückkehr Holzers in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) machten in den letzten Wochen die Runde. Insbesondere der DEL2-Club Düsseldorfer EG, dessen Trainer Harry Lange bereits in Graz mit Holzer zusammenarbeitete, galt als möglicher Anlaufpunkt. Auch die Starbulls Rosenheim wurden ins Gespräch gebracht, doch Holzer betonte, dass es nie zu konkreten Gesprächen kam. „Bei der DEG war es vor allem des Harrys wegen interessant“, so Holzer, „aber es hat sich dann schnell gezeigt, dass ich lieber aufhören möchte.“

Seine internationale Karriere spricht Bände: 91 A-Länderspiele für Deutschland, zwei Olympische Spiele und sieben Weltmeisterschaften. In der NHL, wo er zwischen 2010 und 2020 für Toronto, Anaheim und Nashville auf dem Eis stand, sammelte er 211 Einsätze mit sechs Toren und 21 Vorlagen. Nach einer Station in Russland und weiteren Jahren in Mannheim und Graz ist es nun an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.

Doch Holzer blickt bereits nach vorn. Neben seiner erfolgreichen Spielerkarriere hat er auch eine Trainerausbildung begonnen. Ein vielversprechender nächster Schritt, der ihm ermöglichen könnte, sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben.

Mit 38 Jahren und einem Meistertitel in der Tasche verabschiedet sich Korbinian Holzer von der Eisfläche. Ein verdienter Abschied für einen Mann, der mit Leidenschaft und Engagement das deutsche Eishockey geprägt hat. Seine Leistungen werden in Erinnerung bleiben, sein Name wird in den Annalen des Eishockeys für immer verewigt sein.