Holland verlässt darmstadt: eine ära geht zu ende
Schock in Darmstadt: Nach zwölf Jahren und 316 Pflichtspielen wird Fabian Holland die Lilien im Sommer verlassen. Der Verein bestätigte am Dienstag, dass der auslaufende Vertrag des 35-Jährigen nicht verlängert wird – ein Abschied, der für den gebürtigen Berliner und die Darmstädter Fans bitter schmeckt.

Der abschied von einer vereinslegende
Holland, ein Defensivallrounder und wahres Urgestein des SV 98, kam 2015 fest von Hertha BSC an die Darmstädter. Zuvor war er bereits eine Saison ausgeliehen worden. Seine Vielseitigkeit und sein Engagement machten ihn zu einem unersetzlichen Teil der Mannschaft. Sportdirektor Paul Fernie würdigte ihn als „unglaublichen Teamplayer mit einem tollen Charakter“ und betonte, dass der Verein damit eine „Vereinslegende“ verliere. „Ich ziehe meinen Hut vor dem Fußballer, aber noch mehr vor dem Menschen Fabian Holland“, so Fernie.
Die Entscheidung, den Vertrag nicht zu verlängern, sei in „einem gemeinsamen, vertrauensvollen Gespräch“ getroffen worden, hieß es in der offiziellen Mitteilung der Lilien. Angesichts des brisanten Aufstiegskampfes in der Saisonendphase sollen die Planungen für eine mögliche Abschiedsfeierlichkeiten aufgeschoben werden. Holland selbst zeigte sich in einer Erklärung gefasst: „Der Gedanke daran, dass die kommenden Wochen meine letzten beim SV 98 sein werden, ist natürlich kein leichter für mich. Doch gleichzeitig blicke ich mit einem breiten Lächeln auf die vergangenen zwölf Jahre und all die unvergesslichen Momente mit diesem Verein zurück.“
Die Lilien sind für ihn zu einer Heimat geworden, so Holland weiter, und der SV 98 werde immer einen besonderen Platz in seinem Herzen behalten. Seine 316 Einsätze in Pflichtspielen katapultieren ihn auf den vierten Rang der Vereinsrekordspieler – eine eindrucksvolle Zahl, die seine Bedeutung für den Verein untermauert. Aber es ist mehr als nur Statistik; es ist die Verkörperung von Loyalität und Leidenschaft für den Verein.
Die Nachricht schickt eine Welle der Enttäuschung durch die Darmstädter Fußballgemeinde. Holland war nicht nur ein Leistungsträger auf dem Platz, sondern auch eine Identifikationsfigur für die Fans. Sein Weggang hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Die Frage, wer seinen Platz einnehmen kann, beschäftigt nun die Verantwortlichen des SV 98.
