Hofmann rettet bochum wieder: doppelpack gegen fürth bringt fast den klassenerhalt

Philipp Hofmann schlug erneut ein wie ein Bombe. Zwei Tore, drei Punkte, ein fast sicherer Ligaverbleib – der 33-Jährige ist der Lebensversicherung des VfL Bochum.

Rösler schwärmt vom „besten mann auf dem platz“

Als der Schlusspfiff gegen Fürth ertönte, jagte ein ohrenbetäubendes „Hof-mann! Hof-mann!“ durch das Vonovia Ruhrstadion. Der Doppeltorschütze winkte verlegen, doch die Fans kannten kein Halten mehr. 12 Saisontreffer, 21 Scorerpunkte – Zahlen, die in der 2. Liga Spitzenniveau bedeuten. „Er muss die Bälle halten, muss die Tore machen. Richtig gut“, schmunzelte Uwe Rösler im Sky-Interview und verriet, dass er seinem Angreifer bereits in der Kabine den Hof gemacht hatte.

Der Gegner stimmte ein. „Philipp Hofmann ist einer der besten Stürmer dieser Liga“, sagte Greuther-Fürth-Coach Heiko Vogel, ohne mit der Wimper zu zucken. Auch, weil er genau wusste: Ohne Hofmanns Kopfball-Kunst und Coolness im Strafraum wäre seine Mannschaft nicht mit leeren Händen nach Franken gereist.

Ohne ihn lief gar nichts – das dresden-trauma

Ohne ihn lief gar nichts – das dresden-trauma

Erinnern wir uns: Am 30. Spieltag fehlte Hofmann beim 0:2 in Dresden. Bochum wirkte ideenlos, ohne Target-Man, ohne Druck, ohne Punkte. Die Lehre? „Wenn Philipp ausfällt, fehlt uns nicht nur ein Spieler, sondern unsere ganze Anspielstation“, räumte Sportvorstand Patrick Fabian hinter vorgehaltener Hand ein. Diese Abhängigkeit kann beängstigend sein – momentan aber ist sie einfach ein Luxusproblem.

Sechs Tore in vier Partien sprechen eine deutliche Sprache. Der Mann, der vor zwei Jahren noch in der türkischen Provinz bei Kayserispor werkete, katapultiert den Klub mit jedem Dreher, jedem Abstauber näher ans Ziel: 2. Bundesliga-Klassenerhalt vorzeitig sichern.

Der bielefeld-gang: jetzt darf die rechnung stimmen

Der bielefeld-gang: jetzt darf die rechnung stimmen

Am Samstag (13 Uhr) geht’s nach Ostwestfalen. Gewinnt Bochum in Bielefeld und gleichzeitig patzen Fürth oder Magdeburg, ist der Drops gelutscht. Selbst bei einem eigenen Sieg ohne fremde Hilfe dürfte das positive Torverhältnis (+9, Topten-Wert) die Castroper Straße vor dem Abstieg bewahren. „Wir sind mathematisch noch nicht durch“, betonte Rösler wie aus der Pistole geschossen. Klar, der Coach will seine Mannschaft wach halten. Aber hinter verschlossenen Türen weiß jeder: Ein Hofmann-Dreier in Bielefeld, und der VfL kann offiziell durchstarten.

Der Stürmer selbst winkt ab. „Wir haben heute gewonnen – und nicht nur Philipp Hofmann.“ Höflich. Bescheiden. Trotzdem hat er längst begriffen: Ohne ihn stolpert Bochum. Mit ihm träumt der ganze Revierklub von einem neuen Anlauf in der Bundesliga. Die Fans jedenfalls sind bereit, ihre Stimme zu verschleißen. Denn sie wissen: Wenn Hofmann trifft, trägt das Ruhrstadion Dach auf.