Hoffenheim stolpert – baumann sieht keinen grund zur panik
Die TSG Hoffenheim hat einen Dämpfer im Titelrennen hinnehmen müssen. Nach der überraschenden 0:1 Niederlage gegen St. Pauli, dem zweiten Rückschlag innerhalb von zwei Wochen, geraten die Champions-League-Ambitionen ins Wanken. Doch Torhüter Oliver Baumann macht deutlich: Grund zur Sorge besteht keines.

Was die statistik verschweigt
Baumann betonte nach dem Spiel, dass der Weg weiterhin stimmt, trotz des Fehlens von Zählern gegen die beiden Kellerkinder Köln und St. Pauli. Er räumte ein, dass zwar ein paar Prozentpunkte zur Höchstform gefehlt hätten, sah darin aber keinen Grund zur Besorgnis. „Vielleicht ist das gar nicht schlecht für die Entwicklung und zum Schärfen der Sinne“, so Baumann. Die Niederlage beendete eine beeindruckende Heimserie von acht Siegen in Folge.
Die Kraichgauer stießen gegen die robusten Kiezkicker immer wieder auf einen überragenden Gegner in Gestalt von Torwart Nikola Vasilj, der den Sieg der Gäste mit seiner Glanzleistung sicherte. Mathias Pereira Lage erzielte kurz vor der Halbzeitpause den entscheidenden Treffer (45.+4).
Trotz des Rückschlags bleibt die TSG auf dem dritten Tabellenplatz und hat die Champions-League-Qualifikation weiterhin in eigener Hand. Mittelfeldspieler Grischa Prömel relativierte die Bedeutung der aktuellen Situation: „Das interessiert mich jetzt nicht. Wir wissen, das erst am Ende abgerechnet wird.“ Er mahnte, im Februar und März konzentriert zu bleiben, um in der entscheidenden Phase noch in Reichweite zu sein.
Christian Ilzer, der Trainer der TSG, analysierte die Niederlage nüchtern: „Wir waren nicht effizient genug im Angriff und haben eine Unachtsamkeit bestraft bekommen. Das darf uns nicht aus der Bahn werfen.“ Aber er fügte hinzu, mit einem leichten Grinsen: „Vielleicht brauchen wir solche Spiele ja, um wieder mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben.”
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Hoffenheimer ihre mentale Stärke bewahren und den Kurs Richtung Champions League halten können. Die Liga ist unberechenbar, und selbst Baumanns unerschütterlicher Optimismus wird auf die Probe gestellt werden. 148 Tage Unbesiegt – diese Serie ist Geschichte. Aber die Saison ist noch lang.
