Hoffenheim reist nach heidenheim – und sollte gewarnt sein
Auf dem Papier klingt es nach einem Pflichttermin. TSG Hoffenheim, Tabellendritter mit Europapokal-Ambitionen, gastiert am Samstag (15:30 Uhr) beim abgeschlagenen Schlusslicht 1. FC Heidenheim – einem Klub, der nach nur drei Saisonsiegen und acht Punkten Rückstand auf Rang 16 kaum noch eine rechnerische Rettungschance besitzt. Klingt nach einem Selbstläufer. Ist es aber nicht.
Was die statistik über hoffenheims schwäche gegen schlusslichter verrät
Die Geschichte spricht eine deutliche Sprache, und die ist unangenehm für TSG-Fans. In mehr als der Hälfte ihrer Auswärtsspiele gegen Tabellenletzte ließ Hoffenheim Punkte liegen – sieben Siege stehen drei Remis und fünf Niederlagen gegenüber. Das ist keine Kleinigkeit, das ist ein Muster. Genau an diesem 25. Spieltag, vor einem Jahr, trafen die beiden Klubs schon einmal aufeinander. Heidenheim war damals ebenfalls Letzter. Und holte auswärts ein 1:1 gegen die TSG. Die Parallelen sind nicht zu übersehen.
Trainer Frank Schmidt hat seinen Klub in den vergangenen Jahren zu einem Symbol des unbedingten Kampfwillens gemacht. Heidenheim gibt nicht auf. Das ist keine Floskel, das ist Vereins-DNA. Auch wenn der Abstieg längst wie eine beschlossene Sache wirkt, werden die Heidenheimer am Samstag alles in die Waagschale werfen – und Hoffenheim muss damit rechnen.

Ilzer fehlt möglicherweise an der seitenlinie
Als wäre die sportliche Herausforderung nicht genug, kommt eine personelle Unwägbarkeit hinzu. Christian Ilzer, der Architekt dieser starken TSG-Saison, ist krank. Ein Infekt hinderte den Österreicher daran, an der Pressekonferenz vor dem Spiel teilzunehmen. Sportgeschäftsführer Andreas Schicker übernahm seinen Platz und ließ die Frage bewusst offen: „Ob Chris dabei sein kann, ist noch offen. Das wird im Laufe des Tages oder am Samstagmorgen entschieden.
