Hoeneß wirft 250-millionen-keule: kane bleibt, koste es, was es wolle

Uli Hoeneß schlägt nicht mehr mit der Faust auf den Tisch – er schlägt mit Zahlen zu. 250 Millionen Euro wert, so der Ehrenpräsident, sei Harry Kane. Und das, nachdem der Stürmer längst 95 Millionen Ablöse gekostet hat. Ein Schnäppchen also, findet Hoeneß. Die Botschaft: Verlängern, verlängern, verlängern.

Der körper ist ein tresor, den kane jeden tag öffnet

Der 32-Jährige habe seine Ausstiegsklausel nicht gezogen, das sei „schon mal ein Signal“, sagt Hoeneß dem kicker. Was er höre und spüre: Familie Kane fühle sich in München „extrem wohl“. Die Formel klingt simpel: Glückliche Familie = treuer Torjäger. Doch dahinter steckt ein Plan, der weit über 2027 hinausreicht.

Hoeneß schwärmt von Kompany-Universum, in dem sich Kane neu erfunden hat. Plötzlich steht der Mittelstürmer bei eigenen Standards in der eigenen Box. 70-Meter-Pässe auf Olise flattern aus dem Stand. „Das ist ein Wahnsinn“, sagt Hoeneß und klingt dabei wie ein Fan, der gerade das erste Mal ein Tor im Nachschauen sieht.

Die Rechnung: Wenn Isak 150 Millionen wert ist, dann Kane 250. Weil der Engländer Tore schießt, aber auch Vorlagen verteilt, weil er Pressing spielt und Kopfball verteidigt. Weil er Charakter hat. Und weil er in der Kabine die Jungs auf sich schauen lässt.

Die saudis schlafen nicht – hoeneß schon lange nicht mehr

Die saudis schlafen nicht – hoeneß schon lange nicht mehr

„Man weiß nie, wenn ein Saudi kommt und das dicke Geld auf den Tisch legt“, sagt Hoeneß mit dem Blick eines Mannes, der schon jedes Geisterspiel und jedes Scheich-Angebot überlebt hat. Die Angst bleibt, aber sie wird kleiner, je länger Kane bleibt.

Am Ende prophezeit Hoeneß keine goldene Zukunft, sondern eine hungrige. „Wenn es Vincent gelingt, weiter diese jungen und hungrigen Leute einzubauen, wird es eine große Zukunft für Bayern München.“ Kein „wenn“, kein „aber“. Eine Feststellung. Und eine Drohung an den Rest der Liga.